Dem Gegner alles abverlangt

Am Ende wieder keine Punkte – Nach der „Faschenachtspause“ nächstes 4-Punkt-Spiel

 

Die Landesligamannschaft der Buchener hat zweifelsohne ein riesiges Potential. Das stellte das Team in dieser, ihrer ersten Landesligasaison schon mehrfach unter Beweis. Sei es der Heimsieg gegen Bammental in der Hinrunde oder starke Auswärtsauftritte wie zuletzt in Hemsbach oder beim Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim. Punkte waren bisher jedoch nur selten der Lohn für die aufopferungsvollen Kämpfe. Mit dem TSV Handschuhsheim stand am vergangenen Samstag nun der nächste echte Prüfstein auf dem Programm. Wie bestellt, pünktlich zur närrischen Zeit und zur traditionellen „Huddelbätzparty“ also eine Topmannschaft der Landesliga zu Gast im Hexenkessel.

Einer speziellen Ansprache bedarf es an so einem Abend kaum und so konnte Sebastian Wiener eine vom Scheitel bis zur Sohle hochmotivierte Mannschaft aufs Feld schicken. Von Beginn an setzten die Hausherren ihren selbst gesetzten Anspruch dann um. Aggressiv im Abwehrverhalten und zwingend im Angriff ging man aus dem Stand mit 3:1 in Front. Aber auch die Gäste wachten in den folgenden Minuten auf und lieferten Anschauungsbeispiele für ihre Leistungsfähigkeit. Nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit hatten die Handschuhsheimer den Spielstand gedreht und waren ihrerseits mit 5:8 in Führung gegangen. In einer hochklassigen Anfangsphase war für die zahlreichen Zuschauer im Buchener Hexenkessel nicht auszumachen welches von beiden Teams um den Aufstieg spielt und welches um den Klassenerhalt kämpft. Alles fühlte sich nach Topspiel an.

Angepeitscht vom Kerl wach Uff der Huddelbätz-Kapelle nahm das Buchener Team ihre Fans beim Wort und glich beim 10:10 wieder aus. In allen Mannschaftsteilen funktionierte es an diesem Abend. Selbst die doppelte Anzahl an 7m-Strafwürfen für die Gäste, sorgte aufgrund der starken Buchener Schlussmänner nicht für eine Vorentscheidung. Immer näher rückte die Halbzeitpause und der Buchener TSV ließ sich weiterhin nicht abschütteln. Auch beim 13:13 stand die Partie noch auf Messers Schneide und erst zwei eigene, vermeidbare Fehler ermöglichten es den Gästen sich zur Halbzeit ein kleines Polster herauszuarbeiten – 14:16.

Zeit zum Durchatmen und verwundert die Augen reiben. Die beiden Teams boten dem närrischen Auditorium Handballunterhaltung vom Feinsten. Intensiv aber Fair ging es auf der Platte zur Sache und der tabellarische Unterschied war auch nach einer gespielten Halbzeit nicht auszumachen.

In Halbzeit Zwei galt es für die Buchener Huddelbätze in Sportkleidung den 2-Tore Rückstand wett zu machen. Und zunächst sah es so aus, als sollte dies gelingen. Beim 18:18 war der Ausgleich wieder hergestellt und in einer auch im Zweiten Durchgang starken Landesligapartie war wieder alles offen. Zu Beginn der Schlussviertelstunde, schien es dann trotz allem so, als ob der TSV aufstecken müsste. Ein 1:4-Lauf des Gästeteams sorgte für den 21:24-Zwischenstand. Aber dies war nur eine Momentaufnahme. Ein Simon Röckel-Doppelschlag stellte den Anschluss wieder her und ein gehaltener Konter hätte den Buchenern beinahe die Chance zum Ausgleich gegeben. Es folgte eine kurze Unterhaltung in aufgeheizter Atmosphäre zwischen Buchener Keeper und Handschuhsheimer Angreifer. Doch statt salomonischem Urteil deuteten die unparteiischen einen Schuldigen heraus, was für eine Buchener Unterzahl zu Beginn der Schlussphase sorgte. Aber auch in Unterzahl fand das Heimteam noch den Weg zum Tor und verkürzte abermals. Erst der 27. Treffer für den Tabellenzweiten Handschuhsheim sorgte für die 25:27-Entscheidung. In den letzten 90 Sekunden konnte Buchen nicht mehr antworten und muss nach großem Kampf die Punkte mit ans Neckarufer schicken.

Letztlich waren es nicht einmal eine Handvoll eigene Fehler, die den Unterschied ausmachten. Unzufrieden musste man mit der Leistung nicht sein. Jedoch verpasste man es wieder sich selbst zu belohnen. Es gilt nun solch eine Leistung gegen die direkten Konkurrenten abzurufen um auch nächstes Jahr in der höchsten nordbadischen Spielklasse aktiv sein zu dürfen.

 

Es spielten: Djapa, Nirmaier (beide Tor), Kraft, Gremminger, Große (1), Klajda (4), Beck (5), Beuchert (1), Zuzarovski, Weis (2), Schmitt (4), Röckel (8), Weimer, Dosch

Auch Buchen knackt Großsachsen nicht

Deutliche Niederlage an der Bergstraße – Nächste Woche Topspiel zuhause gegen Handschuhsheim

Einen so richtig schlechten Auftritt hat der TSV bisher noch nicht abgeliefert und damit bewiesen, dass man durchaus zur Landesliga gehört. Sieht man mal von einem einzigen Ausnahmespiel in Schriesheim ab waren die gezeigten Leistungen auf jeden Fall Landesliga würdig. Jedoch musste man sich vor allem seit dem Rückrundenauftakt immer wieder aufs Neue mit knappen Niederlagen arrangieren und danach neu motivieren. Nach dem wichtigen „4-Punkte-Spiel“ vergangene Woche zuhause gegen Malschenberg, fuhr man mit gutem Gefühl nach Großsachsen. Auch vor dem Hintergrund, dass die Hausherren noch keines ihrer Heimspiele verloren geben mussten, hatte man doch den Willen etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Dass dieser Wille durchaus ernst gemeint war und nicht nur aus Parolen bestand, zeigte man nach wenigen Sekunden und eröffnete die Partie nach starker Defensive mit einem schnellen Treffer. Auch die Tore zwei und drei des TSV Buchen durch Basti Beck führten jeweils zu einer Führung. Aber die abgezockte Truppe der Hausherren um Albrecht und Nixdorf ließ sich noch nicht aus der Ruhe bringen und stellte auf 5:3. Die Kontrahenten bewegten sich weiterhin auf Augenhöhe und die Gastgeber rieben sich doch etwas verwundert die Augen, dass die hemdsärmelige Truppe aus dem Odenwald tatsächlich Handball spielen kann. Nach einer Viertelstunde wies die Hallenuhr ein 8:7 aus und der TSV retournierte die allermeisten Angriffe postwendend. Doch dann ging plötzlich ein Bruch durchs Spiel der Buchener. Ohne eine deutliche Tempoverschärfung durch Großsachsen geriet man plötzlich ins Hintertreffen. Vor allem im Abschluss wollte dem TSV nichts mehr gelingen. In den letzten 10 Minuten des ersten Durchgangs gelang nur noch ein einsamer Treffer, während der TVG sechsmal einnetzte. So ging es mit einem 16:10 in die Kabine.

Nun hatte man sich eine äußerst schwer zu löffelnde Suppe eingebrockt. Gegen eine derart erfahrene Truppe sollte es in der zweiten Halbzeit eine Mammutaufgabe werden diese wieder auszulöffeln. Und relativ schnell wurde klar, dass die Hypothek, die man sich eingehandelt hatte viel zu hoch war. In nur 10 Minuten in der man eine schlechte Wurfauswahl traf, zerstörte man sich das gesamte Spiel. In der Folge kam man nie mehr näher als auf 6-Tore heran. Es waren erst 45 Minuten gespielt als man dann erstmals mit 10-Toren zurücklag. Aufgeben wollte man sich nicht, jedoch war klar, dass an diesem Nachmittag nichts mehr zu holen sein wird. Das Team raffte sich zwar erneut auf und der Spielstand wurde noch einmal auf 27:20 korrigiert. Dies war allerdings das letzte Aufbäumen und am Ende stand eine überdeutliche 33:23 Niederlage. Der Punktverlust lässt sich ertragen, da es doch eine mehr als große Überraschung gewesen wäre die Festung „Sachsenhalle“ zu stürmen. Andererseits wirkte der Unterschied zwischen beiden Teams nicht so groß wie der Spielberichtsbogen es letztlich vermuten lässt.

Am Ende bleibt das in dieser Saison bereits mehrfach gesungene Lied von den eigenen Möglichkeiten die man nicht konsequent nutzt und sich so bessere Ergebnisse verbaut. Wieder zeigte man über weite Strecken eine ordentliche und keineswegs schlechte Leistung. Im Tank wären die Punkte bei den Buchenern, einzig in Ergebnisse lässt sich der Treibstoff nicht umsetzen.

Aber wie meistens kommt die Chance zur Steigerung schon eine Woche später. In den eigenen vier Wänden spielt es sich vielleicht auch etwas lockerer. Ebenso sollte die anstehende Faschenachtszeit Auftrieb geben wenn der Tabellenzweite Handschuhsheim am nächsten Samstag um 20Uhr zu Gast ist.

Es spielten: Djapa, Nirmaier (beide Tor), Kraft (5), Gremminger, Große, Michael (3), Beck (3), Zuzarovski, Weis, Schmitt, Röckel (6/5), Weimer (5), Dosch

Weiterer Heimspieltag in Buchener Sport und Spielhalle

Herren 1 und männliche B – Jugend  auswärts aktiv

Das Handballwochenende für die Buchener Handballer wird von der männlichen B-Jugend eröffnet, sie treffen auf die Spielgemeinschaft der JSG Tauberfranken, bestehend aus den Vereinen Königshofen/Sachsenflur und Tauberbischhofsheim. Die Mannschaft von Trainer Nirmaier liegt derzeit mit 20:2 Punkten auf dem ersten Platz der Bezirksliga und möchte dort am Ende weiterhin stehen. Weiterlesen

Endlich wieder ein Heimsieg

Wichtiger Triumph über direkten Konkurrenten – Nächste Woche Auswärtsspiel in Großsachsen

Die zweistellige Punktzahl sollte endlich her für das Buchener Landesligateam. Seit dem passablen Saisonstart und den beiden Siegen im November liefen die Partien äußerst unglücklich für den TSV. Einer knappen Niederlage gegen Waldhof, folgte eine deftige Klatsche in Schriesheim. Seitdem jedoch scheint sich die Mannschaft im Aufwärtstrend zu befinden. Einzig die Ergebnisse wollten noch nicht passen. Zuletzt verbaute man sich in Hemsbach wieder mit eigenen Fehlern die Punkte, obwohl man eine ordentliche Partie aufs Parkett legte. Nun wollte man in eigener Halle den Bock umstoßen und gegen den punktgleichen Konkurrenten Malschenberg den Platz als Sieger verlassen.

Und der TSV legte gut los. Bereits im ersten Angriff zeigten die unparteiischen zur 7 Meter-Linie und es deutete sich ein entscheidendes Duell des Abends an. Fehlwurf – Abpraller – Tor für den TSV. Der hervorragend aufgelegte Schlussmann der Malschenberger Germanen machte den Schützen der Buchener das Leben ein ums andere Mal schwer. Im Gleichschritt erzielten die Teams ihre Tore. Über 3:3 und 7:7 bekämpfte man sich auf Augenhöhe. Vielleicht hätte der TSV Buchen zu diesem Zeitpunkt schon in Führung liegen können, hätte man die sich bietenden Chancen konsequenter genutzt. Es dauerte knapp zwanzig Minuten, bis der heimische TSV erstmals ein kleines Polster herausspielen konnte. Der 12:7-Zwischenstand sollte gleichzeitig der größte Abstand des Abends bleiben. Wieder stand der Malschenberger Torhüter und auch der Fehlerteufel im Weg um vielleicht vorentscheidend davonzuziehen. So kamen die Gäste wieder näher heran und mit 13:10 verließen die Spieler das Feld in Richtung Katakomben.

Der zweite Durchgang begann wie der Erste. Buchen legte einen vor, aber Malschenberg zog nach. Die Hausherren ließen zwar nie den Ausgleich zu, nahmen sich aber immer wieder eine kleine Angriffspause in der das Gästeteam etwas herankommen konnte. Der 3-Tore Abstand blieb so zwar bestehen, absetzen konnte sich der TSV jedoch auch nicht. In den letzten Minuten der Partie warfen die Gäste dann noch einmal alles in die Waagschale. Die folgenden Angriffe ließen die Buchener unbeantwortet. Tor um Tor schoben sich die Malschenberger heran und beim 25:24 stand das Spiel auf Messers Schneide. Aber Buchens Defensive hielt im entscheidenden Moment, obwohl Fabian Nirmaier als Torwart Nummer 1 bereits früh im ersten Durchgang verletzt ausgewechselt werden musste. Dann behielt Sascha Weimer aus dem rechten Rückraum die Nerven und netzte zur erneuten 2-Tore Führung. Mit zwei Strafwürfen setzte Jan Klajda den Schlusspunkt hinter eine starke Teamleistung und stellte zum Endstand auf 28:25. Dieser Sieg sollte Rückenwind für die verbleibenden acht Saisonspiele geben, in denen man den Klassenerhalt sichern will.

Schon nächste Woche Sonntag geht es in fremder Halle weiter. An der Bergstraße, bei einer weiteren Germanen Truppe, diesmal aus Großsachsen, gilt es wieder das Potential abzurufen.

 

Es spielten: Nirmaier, Djapa (beide Tor), Gremminger (3/2), Kraft (1), Große (2), Klajda (7/2), Beck (2), Beuchert, Zuzarovski, Weis, Dosch, Schmitt (4), Röckel (7/2), Weimer (2)