Auch von Bad Wimpfen nicht zu bremsen

Handball-Bezirksliga: 29:34 beim HC Staufer Bad Wimpfen bedeutet achten Sieg im neunten Spiel

Nach den bislang gezeigten Vorstellungen in der Handball-Bezirksliga, muss man sich in Buchen so langsam daran gewöhnen, immer häufiger als Favorit in seine Spiele zu gehen.In Bad Wimpfen traf man am vergangenen Samstag nun wieder auf einen Gegner, der in der Tabelle schon einen gehörigen Rückstand auf die Spitzengruppe hat, zu der sich auch der TSV Buchen zählen darf. In sechs seiner sieben absolvierten Spiele musste sich der HC Staufer Bad Wimpfen geschlagen geben, lediglich in Neckarelz gelang bislang ein Sieg. So mochte der externe Beobachter vor Buchens Auswärtsfahrt in die Stauferstadt womöglich klare Verhältnisse erwartet haben. Wer sich jedoch genauer mit der Thematik befasste, musste feststellen, dass der unglückliche Saisonstart der Stauferstädter seine Gründe hat: nur ein Heimspiel durfte der HCS bis dato bestreiten, sechs Mal musste man in der Fremde ran, mitunter bei den Spitzenmannschaften aus Schwäbisch Hall, Degmarn/Oedheim und Horkheim. Die teils sehr knappen Ergebnisse zeugen von einer aufsteigenden Formkurve des HC Bad Wimpfen. Man war in Buchen also gewarnt davor, die „Stauferbären“ auf die leichte Schulter zu nehmen und wusste, dass man alles aufbieten musste, um Punkte aus der Stauferhalle zu entführen.

So begann die erwartet hitzige, jedoch faire Partie, in der Buchen das erste Gegentor hinnehmen musste. Die sonst so stabile Buchener Abwehr, welche schon so manchen Gegner verzweifeln ließ, wies in der Anfangsphase des Spiels allzu oft große Lücken auf und lud zu einfachen Toren ein. Ehe man sich versah, lag man folglich mit 9:5 Toren zurück. Erschwerend kam hinzu, dass sich mit Kreisläufer Simon Röckel bereits nach wenigen Spielminuten einer der Buchener Führungsspieler eine Verletzung am Oberschenkel zuzog, die ihn womöglich noch mehrere Wochen außer Gefecht setzt.

In der Summe war dies Grund genug für Trainer Sebastian Wiener, nach zehn Minuten die Grüne Karte zu zücken um in der Auszeit speziell beim Deckungsverhalten nachzujustieren. Seine Ansprache fruchtete offenbar, denn der TSV fand nun mehr und mehr zu seinem Spiel. Schon beim 10:11 hatte man wenige Minuten später den Spielstand korrigiert. Die knappe Führung brachte Buchen in die Halbzeit und so sahen die mitgereisten Unterstützer nach 30 Minuten ein 15:16 auf der Anzeigetafel stehen.

Die Vorgabe des Trainers, in Halbzeit 2 aufs Tempo zu drücken, setzte Buchen bravourös um: mit einem 6:0-Lauf legte man einen Traumstart hin und setzte sich vorentscheidend ab. Einen ganz wesentlichen Anteil hieran hatte Sascha Weimer, dem am Samstag einfach alles gelang. Er schoss und traf aus allen Lagen und brachte das Spielgerät insgesamt herausragende 15 Mal im Ziel unter. Diesem Zwischenspurt zum 15:22 folgte eine Phase, in welcher der TSV seinen Vorsprung zwar nicht mehr weiter ausbaute, den Gegner jedoch auf Distanz hielt und in jedem Moment im Griff zu haben schien. Zwischen fünf und sieben Toren bewegte sich der Rückstand der Gastgeber bis zum Schlusspfiff und so durfte am Ende in der Buchener Kabine ein verdienter 29:34-Auswärtssieg gefeiert werden.

Schnell muss nun der Fokus auf die nächste Aufgabe gerichtet werden: schon am kommenden Wochenende gastiert in Buchen der Landesligaabsteiger aus Schwäbisch Hall, welcher mit 10:4 Punkten noch zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten zählt. Das Spitzenspiel wird am Sonntag, dem 22. November um 18 Uhr in der Sport- und Spielhalle angepfiffen werden.

Es spielten: Djapa, Theobald (beide Tor), Kraus (1), Kraft (8/6), Gremminger (1), Grollmuss (3), Beck, Beuchert (2), Weis (1), Schmitt (3), Röckel, Weimer (15).