Wer rastet, der rostet

Handball-Bezirksliga: Buchen bereitet sich zwischen den Jahren auf die Rückrunde vor

Buchens Handballer blieben in der Zeit zwischen den Jahren nicht tatenlos. Während die Meisten noch von der Weihnachtszeit schwer gezeichnet auf der heimischen Couch die Zeit bis zum Jahreswechsel totschlagen, rief Buchens Cheftrainer zum traditionellen Wintertrainingslager. Denn nur den guten Vorsatz zu fassen ist noch lange kein Garant für eine erfolgreiche Rückrunde. In den beiden Wochen nach dem Hinrundenfinale in Oedheim galt es zuerst einmal, sich wieder auf das Spielgerät einzulassen und die müden Glieder zu reaktivieren. Die anstrengende und kräftezehrende erste Halbeserie hinterließ im Kader seine Spuren und die zum Ende sehr dünne Personaldecke brachte denn ein oder anderen Akteur an die körperlichen Grenzen.

Trotz aller Unwägbarkeiten lieferten die Jungs eine vor Saisonstart kaum für möglich gehaltene Leistung ab. Mit 10 Siegen aus 12 Partien erspielte man sich nicht nur in Buchen die Sympathie der Sportfans, sondern erarbeitete sich auch bei den Konkurrenten eine ordentlich Portion Respekt. Einzig bei den Gastspielen in Flein und Oedheim musste man sich geschlagen geben. Mit diesen Niederlagen gegen die beiden Topteams der Bezirksliga kann man allerdings leben, entstanden sie doch beide in fremder Halle. Als Architekt dieses Erfolges darf man mit Fug und Recht Headcoach Sebastian Wiener bezeichnen, der die Geschicke des Herrenbereichs seit Mai 2015 lenkt. In jahrelanger Arbeit führte er junge Talente an den Seniorenbereich heran und formte in der Vorbereitung auf die laufende Saison eine schlagkräftige Truppe. Die jungen Spieler um Beuchert und Weis dienen hierbei nicht nur als Lückenfüller, sondern zählen schon in ihrer ersten Saison zum Stammpersonal. Bewusst wird kein Erfolgsdruck auf die Jungen aufgebaut und Wiener betont immer wieder: „Wir müssen nicht gewinnen – wir dürfen gewinnen!“. Das Rezept scheint bislang aufzugehen. Die beiden Trainingstage zwischen den Jahren wurden nun dazu genutzt, den Blick für die bevorstehenden Aufgaben zu schärfen. Das Team weiß um seine Stärken, diese gilt es auch in der Rückrunde aufs Parkett zu bringen und in Punkte umzumünzen. Die alte Trainerweisheit „Never change a winning team!“ kann in Buchen nur begrenzt umgesetzt werden. Berufliche Veränderungen zwingen Christoph Schmitt dazu die Saison vorzeitig zu beenden. Somit kann auch das Trainerteam seine Philosophie fortschreiben, immer weiter junge Spieler aus der 2. Reihe einbinden und die vakanten Positionen mit Nachwuchskräften besetzen. Auf die Zuschauer in der Sport- und Spielhalle warten also auch im Jahr 2016 interessante neue Gesichter und Spielertypen aus der Jungendschmiede des TSV. Los geht es im neuen Jahr schon sehr früh, bereits am 9. Januar sind die Herren in grün wieder gefordert. Auswärts geht es gegen die TSB Horkheim 2 um wertvolle Punkte. Mit einem dann hoffentlich wieder vollständig genesenen Kader soll der Start in die Rückrunde glücken.