Landesliga für Anfänger

TSV Buchen zur neuen Saison zurück im „nordbadischen Oberhaus“

Für die 1. Männermannschaft der Buchener Handballer steht in diesem Jahr wieder ein Neuanfang ins Haus. Nach mehreren Jahren in der Heilbronner Bezirksliga ging die letzte Saison äußerst erfreulich und spektakulär zu Ende. Obwohl man sich mit dem jungen Team um den ebenso jungen Cheftrainer der Herren Sebastian Wiener dem perspektivischen Aufbau verschrieben hatte, gelang schon im ersten Jahr die Sensation.


Mit leidenschaftlichen Auftritten haben sich die Bleckerstädter wieder auf die Bildfläche der Sportbegeisterten zurückgespielt. Vor allem in den eigenen vier Wänden, der Sport- und Spielhalle Buchen, „lieferte“ das Team regelmäßig. Am Ende reichte es zu einer makellosen Heimbilanz und im letzten Saisonspiel durfte die Mannschaft vor ganz großem Publikum beweisen wieviel Selbstbewusstsein tatsächlich in ihr steckt. In einem Spiel für das der Begriff Abnutzungskampf geschaffen wurde, behielt man über den Meisterschaftsaspiranten Degmarn/Oedheim in den Schlusssekunden die Oberhand. Somit machte man den eigenen Aufstieg in die Landesliga Nordbaden perfekt und den TV Mosbach zum Meister der Bezirksliga Heilbronn-Franken.

Doch mit dem unerwarteten Aufstieg in die Landesliga und somit der Rückkehr in den badischen Handballverband muss man sich nun einer neuen, großen Herausforderung stellen. In die bis dato unbekannte und völlig neu zusammengestellte Liga kommt man als Aufsteiger und kann somit kaum Ansprüche auf Höheres stellen. Unter diesem Zeichen stand auch die Vorbereitung über den Sommer 2016. Die Aufgabe für Trainer Sebastian Wiener lag vor allem darin die junge Mannschaft auf die gestiegenen körperlichen Ansprüche vorzubereiten. Ebenso galt es die Mannschaft vor Herausforderungen zu stellen die vielleicht eine Nummer zu groß sind. Getreu dem Motto „Man wächst mit seinen Aufgaben“ gestaltete man auch die Auswahl der Sparringspartner in den Testspielen. Mit Waldbüttelbrunn 2 maß man sich mit einem Bezirksoberligist aus Unterfranken, ebenso wie mit der MSG Odenwald aus der hessischen Bezirksoberliga. Auch die Mitaufsteiger und Sportfreunde aus der Nachbarstadt Mosbach, denen man noch Ende April die spannendsten Minuten der Vereinshistorie beschert hatte, standen auf dem Testprogramm. Mit einer knappen Niederlage konnte man auch dort beweisen, dass man sich schon zu Beginn der Vorbereitung auf einem guten Weg befand.

Für die letzten vier Wochen vor Rundenbeginn wurde nun die Trainingsintensität noch einmal gesteigert. In den letzten Trainingsspielen werden die Abläufe und vor allem die Abstimmung in einer zum Teil neu zusammengestellten Truppe noch besser verinnerlicht. Nach dem aus für Mathias Grollmuss, der nach seiner Verletzung für die komplette Runde fehlen wird, gilt es nämlich die Spielmacheraufgaben neu zu verteilen. Die jungen Mittelleute Zuzarovski, Große und Weis werden hier deutlich mehr zu tun bekommen. Ebenso schwer wiegt die neuerliche Verletzung von Jan Klajda der für Entlastung im linken Rückraum hätte sorgen können. Glücklicherweise kann man zum Saisonstart auf allen anderen Positionen auf Kontinuität setzen und die gemeinsame Spielidee behutsam weiterentwickeln. Ziel ist es, variabel auf die verschieden Spielsysteme der Konkurrenz reagieren zu können und so auf möglichst viele Aufgabenstellungen eine Antwort zu haben. Dass Sebastian Wiener eine Mannschaft mit einem hohen „Handball-IQ“ zur Verfügung hat zeigte das Team auch in der vergangenen Saison als man des Öfteren körperliche Nachteile ausgleichen konnte. Darauf wird es auch in der kommenden Spielzeit wieder ankommen um am Ende erfolgreich sein zu können.
Denn egal wie groß oder klein der Verein ist, am Ende zählt bei den Aktiven doch irgendwie der Tabellenplatz, denn dieser entscheidet über die Ligazugehörigkeit.
Entgegen solcher Zielsetzungen und mit der Erfahrung aus der letzten Saison hat die Mannschaft sich auch in diesem Jahr wieder freigemacht von der Last eines Ziels in Form des Tabellenplatzes. Natürlich soll die Klasse gehalten werden. Ebenso will man auch in Zukunft die Heimserie ausbauen und Niederlagen in fremder Halle machen wenig Spaß. Deshalb will man zwar ohne übermäßige Ambitionen aber mit einer Menge Ehrgeiz, Leidenschaft für den Sport und Teamspirit in die Saison starten und sich weiterhin gemeinsam weiterentwickeln. Diese Entwicklung soll dann möglichst früh dafür sorgen, dass man sich im ruhigen tabellarischen Fahrwasser befindet. Wenn am Ende ein ordentlicher Platz und spannendes Entertainment für die sportbegeisterten Buchener dabei herauskommt wird sich sicher keiner der Beteiligten beschweren.
Das Landesliga Comeback steigt am Sonntag, 25. September um 18 Uhr in der Sport- und Spielhalle Buchen gegen den TV Hemsbach.

Kader:
1. Reihe v.l.n.r: Felix Bleifuß, Fabian Nirmaier, David Djapa
2. Reihe v.l.n.r: Physiotherapeutin Carolin Kraft, David Gremminger, Lukas Große, Jonas Weber, Kiril Zuzarovski, Simon Beuchert, Trainer Sebastian Wiener
3. Reihe v.l.n.r: sportlicher Leiter Andreas Hollerbach, Christoph Schmitt, Christoph Kleinert, Jan Klajda, Kai Dosch, Simon Röckel, Janik Weis, Teamleiter Sparte Handball Ralf Rohmann
4. Reihe v.l.n.r: Mathias Grollmuss, Alexander Kraus, Philipp Kraft, Sebastian Beck

Es fehlen Sascha Weimer, Robert Michael