TSV Handballer belohnen sich in der Fremde nicht

Starke Abwehr reicht nicht zum Sieg – Heimspiel am nächsten Samstag gegen Malschenberg

Die weiteste Auswärtsfahrt der Saison stand für die Landesligatruppe des TSV am vergangen Wochenende an. Unter denkbar ungünstigen Bedingungen ohne etatmäßigen Kreisläufer ging es zum TV Hemsbach, an den Rand der Bergstraße. Zuhause hatte man das Team mit großer sportlicher Vergangenheit noch in Schach halten und das Landesligaauftaktspiel gewinnen können.

In der eiskalten Hans-Michel-Halle, die an diesem Samstagabend mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, sollte diese Aufgabe ungleich schwerer werden. So begann die Partien gleich mit einem 4:1-Lauf der Hausherren und die Odenwälder brauchten einen Moment um aufzutauen. Die ersten Anlaufschwierigkeiten hatten allerdings keine Folgen und nach zehn gespielten Minuten war der Ausgleich hergestellt. Doch der TSV schien seine Leistung nur schubweise abrufen zu können. Kaum war man im Spiel angekommen zog man die Handbremse an und ließ die Gastgeber wieder enteilen. Erst der Treffer zum 12:7 nach einem guten Drittel der Spielzeit weckte den TSV im grünen Auswärtsdress wieder auf. Über den starken David Gremminger robbte man sich wieder leicht heran, musste aber dennoch mit einer 4-Tore-Hypothek in die Kabine.

Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte sich vor Allem der Defensivverbund des TSV Buchen deutlich wacher als noch vergangene Woche gegen den Tabellenführer aus Königshofen. Kaum einen offenen Wurf gestand man den Mannen aus Hemsbach zu und auch zwischen den Pfosten fand man wieder mehr Rückhalt.

Der Anpfiff zur zweiten Halbzeit ließ dann länger als gewohnt auf sich warten, denn auch die auch die Beleuchtung in der Halle nahm sich eine kleine Auszeit. Die längere Pause tat dann offensichtlich vor allem den Buchenern gut.

Langsam aber sicher arbeitete man sich heran. Doch so richtig wollte das Spiel nicht kippen. Nach einer dreiviertelstunde Spielzeit netzte Jan Klajda zum 20:19, doch schon im direkten Gegenzug stellten die Hausherren wieder auf den gewohnten 2-Tore Abstand. Die Partie stand nun auf Messers Schneide und beiden Mannschaften schien dies bewusst zu sein. Denn in den nächsten sechs Spielminuten passierte – nichts. Kein Tor, kein Foul, kein parierter Strafwurf. Wie das tiefe Durchatmen vor dem Finale. Erst Christian Bähr vom TV Hemsbach und im sofortigen Gegenschlag der gut aufgelegte Sascha Weimer, durchbrachen die Ruhe. Aber Hemsbach verwandelte die Chancen sicherer und beim 24:20 schien die Entscheidung gefallen. Lukas Große stemmte sich jedoch unwiderstehlich gegen die Niederlage, sorgte für einen Strafwurf und eine Disqualifikation gegen Hemsbach. Durch die Reihen der weitgereisten Buchener ging noch einmal ein Ruck doch es sprang nichts Zählbares mehr heraus. Am Ende stand eine 25:23 Auswärtsniederlage die so vielleicht nicht nötig gewesen wäre. Mit zu vielen vergeben leichten Einwurfmöglichkeiten stand man sich selbst im Weg. Allerdings präsentierte man sich wieder als giftige Mannschaft in der Defensive, was die Grundlage für den Kampf gegen den Abstieg bilden sollte.

Schon nächsten Samstag um 20 Uhr geht es, dann wieder in eigener Halle, um wichtige Punkte gegen den direkten Tabellennachbarn Malschenberg.

 

Es spielten: Nirmaier, Djapa (beide Tor), Weber, Kraft, Gremminger (6/2), Große (4), Klajda (4), Beck (2), Beuchert, Zuzarovski, Weis, Schmitt (4/2), Weimer (3)