Der TSV kann noch gewinnen

Deutlicher Sieg im Kellerduell – Nach Ostern auf dem Waldhof beim Tabellenzweiten

Das Rechnen hat man beim Landesliga-Team mittlerweile aufgegeben. Vor den letzten Spielen dieser Saison zählen nur noch Punkte. Egal wie viele – Hauptsache sie können auf der Habenseite verbucht werden. Vor dem Wochenende standen noch drei Partien auf dem Plan. Die vermeintlich leichteste am vergangenen Sonntag. Nach beinahe zwei Monaten, durfte man wieder einmal in den eigenen vier Wänden antreten und zu Gast war das Tabellenschlusslicht PSV Knights Heidelberg. Diese konnte man vor Jahresfrist schon in deren Halle besiegen und so war man auch an diesem Wochenende fest entschlossen, die Punkte zu sichern. Das herrliche Frühlingswetter konnte die zahlreichen Zuschauer nicht daran hindern in die Sport- und Spielhalle zu pilgern. Es scheint als bange Buchen mit der jungen Truppe um den Klassenerhalt.

Doch die Hausherren begannen nervös. Die herbe Niederlage aus der Vorwoche ging wohl nicht spurlos an der Mannschaft vorüber. Alle wollten die Scharte auswetzen und in einigen Momenten war das zu viel des Guten. Allerdings war klar zu sehen, dass hier die beiden jüngsten und somit auch unerfahrensten Teams der Landesliga Nordbaden auf der Platte standen. Beinahe die Hälfte der Akteure könnte noch A-Jugend spielen und beweist sich schon Woche für Woche auf dem harten Landesligapflaster. Dem TSV Buchen gelang es aber in der Folge ein paar Fehler weniger zu machen als die Heidelberger. Gelegentliche Unaufmerksamkeiten, wie beim Stand von 7:6 als man für einige Minuten den Faden verlor, fielen zum Glück nicht weiter ins Gewicht. Obwohl sich der TSV plötzlich mit einem 2-Tore Rückstand konfrontiert sah, verlor niemand die Nerven und bis zur Halbzeitpause war der Spielstand wieder auf 14:13 korrigiert.

In Halbzeit 2 musste allerdings trotzdem eine Steigerung her, sonst könnte es noch einmal knapp werden im Kampf um zwei überlebenswichtige Punkte im Abstiegsrennen. Und die Mannschaft konnte dies tatsächlich umsetzen. Obwohl, in den ersten Sekunden noch beim Sortieren der Gedanken überrascht, wachte man schnell auf und kam über den Kampf so richtig in die Partie. Das 17:18 in der 35. Minute sollte das letzte aufbegehren der Gäste gewesen sein. Ein 4:0-Lauf im Angriff und ein gehaltener 7m-Strafwurf vom angestachelten Fabian Nirmaier, der seinen Feldspielerkollegen wohl nicht nachstehen wollte, sorgte für die endgültige Weichenstellung in der Partie. Gleich viermal scheiterten die Gäste von der 7m-Linie und nach dreiviertel der Spielzeit war der TSV erstmals auf sechs Tore enteilt. Selbst in doppelter Unterzahl gelang den Gastgebern am Ende noch ein Tor. Den Schlusspunkt zum 32:25 durfte dann Robert Michael setzen. Am Ende durften die Buchener die zwei Punkte feiern und haben die letzte Hoffnung somit noch am Leben erhalten.

Nach der Osterpause geht es zum Tabellenzweiten nach Mannheim, bevor dann am 30. April das Saisonfinale in eigener Halle steigt. Vielleicht hat man dann noch die Möglichkeit den Klassenerhalt zu sichern und die Sport- und Spielhalle wieder zu einem Tollhaus zu verwandeln.

Es spielten: Nirmaier (Tor), Djapa (Tor), Kraft (3), Gremminger (3), Michael (6), Große (1), Beck (3), Schulze (3), Zuzarovski, Weis (6), Schmitt (6/3), Röckel (1)