Ein Abziehbild des Jahres

Abschließende Niederlage gegen Hardheim II – Am 7. Januar großes Pokalfinal-Wochenende in Buchen

Für die Handball Männermannschaft des TSV Buchen geht nach den vielen positiven Erlebnissen im Jahr 2016 ein mehr als durchwachsenes Jahr 2017 zu Ende. Der direkte Wiederabstieg aus der badischen Landesliga zurück in die bekannten Gefilde der Bezirksliga Heilbronn-Franken sorgte für eine Zäsur.

Anstatt eine „Jetzt erst Recht Mentalität“ heraufzubeschwören, sorgte die neue Situation wohl eher für einen „Abstiegs-Blues“. Dass dieses Phänomen scheinbar tatsächlich existiert, zeigen viele Beispiele aus dem Profisport. Hier seien Mannschaften wie der Karlsruher Sportclub genannt, die nach einem um Haaresbreite verpassten Bundesligaaufstieg innerhalb von zwei Jahren den Gang in die Drittklassigkeit antreten mussten.

Zur Wahrheit gehört auch, dass sich viele Kontrahenten in der Bezirksliga nach Erfolgen sehnen und deshalb zum Teil dafür sorgen, dass der Amateursport zur Teilzeitprofession wird. Eine Praxis die im niedrigklassigen Fußball oder auch bei Amateurkünstlern schon lange Usus ist, hält somit zunehmend auch in den Handballhallen Einzug. Grundsätzlich ist dies vielleicht eine Entwicklung, die in Zukunft verstärkt das Bild der Mannschaften auch im Amateursport bestimmen wird. Ob diese Themen ausschlaggebend für die aktuelle Ergebnismisere des TSV Buchen sind, lässt sich abschließend wohl nicht eindeutig beantworten gehört aber mit zum Bild des Jahres 2017.

Fest steht, dass der TSV Buchen in der Bezirksligasaison 17/18 eine regelrechte Wundertüte ist. Nach dem überzeugenden Heimsiegen, unter anderem gegen die TSB Horkheim II, folgten Anfang Dezember zwei spielfreie Wochenenden und am vergangenen Spieltag das kleine Derby gegen den TV Hardheim II.

Diese Partie sollte ein Abziehbild der bisherigen Saison werden. Gegen stark aufspielende und bis in die Haarspitzen motivierte Gastgeber lief zu Beginn nicht viel zusammen. Schon nach einer guten Viertelstunde lag man mit 10:4 im Hintertreffen. Erst im Laufe des Spiels berappelte sich das Team wieder, um dann in den Entscheidenden Situationen vor dem Tor die Nerven zu verlieren. In beinahe jeder Situation in der es möglich gewesen wäre den sprichwörtlichen Bock umzustoßen versagten den Männern in Grün die Nerven. Bis zum Halbzeitpfiff durch das über jeden Zweifel erhabene Gespann Kraft/Winter rettete sich der TSV mit einem 5-Tor Rückstand. Es blieb also noch eine leise Hoffnung die Partie noch zu drehen.

Allzu viel änderte sich jedoch nicht zu Beginn des zweiten Durchgangs. Der TV Hardheim stellte zuerst einmal den alten 6-Tore Rückstand wieder her, bevor die Buchener langsam aber sicher aufwachten. Zug um Zug rückte der TSV den Gastgebern auf die Pelle und langsam schien sich der TSV seine Moral wieder zu entdecken, doch am Ende ging es sich nicht mehr aus. Das 28:26 sollte den Schlusspunkt der Buchener Bemühungen darstellen, bevor dem TV Hardheim der nicht mehr ins Gewicht fallende letzte Treffer der Partie gelang. Somit war auch der 29:26-Endstand hergestellt und die sechste Saisonniederlage des TSV Buchen besiegelt. Für beide Vereine geht es nun in die wohlverdiente Winterpause bevor man am ersten Januar Wochenende bereits wieder aufeinander trifft.

Dann findet die Partie in der Sport- und Spielhalle in Buchen statt und hat allerdings keine Auswirkungen auf die Tabelle der Bezirksliga.

Am dann stattfindenden Finalwochenende des Kreispokals treffen die jeweils 1. Mannschaften der HG Königshofen/Sachsenflur, des TV Hardheim, der HSG Dittigheim/TBB und des TSV Buchen aufeinander. Sicherlich wird dieser 7. Januar ein erstes Highlight des Handballjahres und auch Sportjahres 2017. Alle Mannschaften taumeln etwas durch ihre Saison und werden ihre Spiele wohl als willkommenen Auftakt in die Rückrunde wahrnehmen wollen.

Gegen Hardheim spielten:

Theobald (Tor), Nirmaier (Tor), Grollmuss, Kraft (2), Gremminger (2), Große (1), Klajda (5), Beck (2), Weis, Kleinert, Schmitt (2), Röckel (6/1), Weimer (6)