Alle Beiträge von Philipp Kraft

Beachhandball 2018 – Hier geht es zur Anmeldung

Auch 2018 geht es wieder in den Sand. Bereits zum zwölften Mal richten die Handballer das beliebte Beachhandball-Turnier für alle Sportbegeisterten aus.  Viele Mannschaften sind seit Jahren dabei, aber es finden sich auch immer wieder neue Teams die für einen Abend im Sand um den Titel spielen. Ab 17 Uhr geht es los mit dem Spielbetrieb auf dem Beachfeld des Buchener Frankenlandstadions.

Mitmachen dürfen alle von 16 bis 99 Jahren. Wie immer dürfen in jeder Mannschaft zwei Aktive männliche Spieler, d.h. Spieler die in der vergangenen Saison ein regluläres Ligaspiel absolviert haben, antreten.

Als Team solltet ihr mindestens zu fünft sein und dann kanns auch schon losgehen und ihr dürft euch unten eintragen und sofort anmelden!

Wer die Action im Sand nur als Zuschauer betrachten möchte ist natürlich ebenfalls äußerst gerne gesehen. Durstig, hungrig oder gar gelangweilt haben bisher schließlich nur die wenigsten eine Veranstaltung der Buchener Handballer verlassen.

Also am 28.07.2018 einfach vorbeikommen eine große Beachparty feiern und den Start in die Sommerferienzeit zelebrieren.

+++ Infos zum Turnier 2018 +++

Termin: 28.07.18 ab ca. 17.00 Uhr

Maximal 2 Aktive Herren pro Team.
Mindestens 5 Spieler/innen pro Team.
Mindestalter: 16 Jahre

Anmeldung hier im Kontaktformular:

Die maximal Anzahl der Anmeldungen ist erreicht

Ort: Frankenlandstadion Buchen
Am Langen Graben
74722 Buchen/Odenwald

Würdiger Abschied für die Saison 2018

Sieg für den TSV Buchen im kleinen Derby – Versöhnlicher siebter Platz im Endtableau – Gremminger und Michael verabschiedet 

 

Es war eine merkwürdige Saison für die Bezirksligamannschaft der Buchener Handballer. Deutlichstes Zeichen hierfür vielleicht das ausgeglichene Torverhältnis und der gleichzeitige Kampf gegen den Abstieg. Erst am drittletzten Spieltag war dann klar, dass der TSV auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga Heilbronn-Franken antreten wird. Mit einem Unentschieden in Horkheim beim direkten Konkurrenten machte man den Klassenerhalt klar. Von der Last des Abstiegskampfes befreit, spielte der TSV dann deutlich lockerer auf. Die Gewissheit die letzten beiden Saisonspiele in eigener Halle bestreiten zu dürfen machte den Endspurt sehr viel leichter. Vor Wochenfrist besiegte man dann die TSG Heilbronn standesgemäß und somit stand vor der wohlverdienten Sommerpause nur noch das ewig junge Duell gegen den TV Hardheim an.  

Anders als für den TSV ging es für Hardheim 2 noch um alles. Ein Sieg oder Unentschieden würde den sicheren Klassenerhalt bedeuten. Bei einer Niederlage wäre man auf eine erfolgreiche Relegation der HA Neckarelz angewiesen, die dann in die Landesliga HVW aufsteigen würden und somit die Zahl der Absteiger verringert würde. 

Die Gäste begannen jedoch stark und ließen dem Buchener 1:0, zwei Tore folgen und konnten in der ersten Viertelstunde der Partie immer wieder vorlegen. Erst dann kam die Buchener Offensive so langsam ins Rollen. Beim 10:7 war dann erstmals ein 3-Tore Vorsprung für die Hausherren hergestellt. Dass die Buchener ihren Nachbarn nichts schenken wollten zeigte sich vor allem in der Defensivarbeit des TSV. Obwohl man die Sache wohl auch hätte lockerer angehen können wollte man wohl die eigene Niederlage vor Weihnachten in Hardheim wett machen. Mit dem Pausenpfiff sorgte dann Jan Klajda für ein ganz besonderes Schmankerl. Mit abgelaufener Uhr gab es auf halblinker Position noch einen Freiwurf für den TSV. Artistisch und mit gütiger Mithilfe der Hardheimer Defensive sorgte Buchens Nummer Acht per direktem Freiwurf für den umjubelten 13:11 Pausenstand. 

Der zweite Durchgang begann dann desolat. Im Angriff fand der TSV plötzlich nicht mehr statt. Es jubelten nur noch die Gäste und nach vierzig gespielten Minuten waren die Hausherren bereits mit vier Toren im Hintertreffen. Es dauerte Sage und Schreibe zwölf Minuten ehe Simon Röckel die Buchener per 7m-Strafwurf erlöste. Der Ein oder Andere Zuschauer mit Sympathien für die Buchener sah bereits eine empfindliche Niederlage zum Saisonabschluss auf den TSV zukommen. Doch Lukas Große weckte sein Team aus dem Dornröschenschlaf. Mit unbändiger Energie traf er selbst zweimal in kurzer Folge und brachte auch den Schwung zurück ins Offensivspiel seiner Kollegen. Nur sechs Minuten nachdem der TSV quasi am Boden lag, gelang dann eben jenem Lukas Große der Führungstreffer zum 19:18. Die Hardheimer glichen zwar noch einmal aus, doch die Buchener waren da schon nicht mehr zu stoppen und oben auf. Sascha Weimer, Lukas Große sowie David Gremminger in seinem vorerst letzten Spiel für den TSV, drückten der Partie in der Schlussviertelstunde überdeutlich ihren Stempel auf. So stand am Ende ein knapper aber nicht unverdienter Buchener 27:25-Sieg. 

Die Runde geht also versöhnlich zu Ende. Der siebte Tabellenplatz spiegelt sicherlich nicht das volle Leistungsvermögen der Mannschaft wieder, jedoch fehlten über die gesamte Saison hinweg wohl immer wieder Cleverness und eine gewisse Ruhe in den entscheidenden Situationen.  

Mit David Gremminger und Robert Michael, der in der Schlussphase der Saison noch einmal aushalf, verlassen zwei verdiente Spieler den TSV aus beruflichen Gründen. Beide waren nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Hintergrund im Verein eingebunden und müssen nun ersetzt werden. 

Wie das Team in der neuen Saison aussieht wird nun wieder die Aufgabe von Coach Sebastian Wiener sein, der seinen Verbleib bestätigt hat und in der Vorbereitung am Kader für die Saison 2018/19 schleifen wird. Einige junge Spieler aus der A-Jugend werden vor allem der 2. Mannschaft ein anderes Gesicht geben und die Spieler der 1. Mannschaft herausfordern wollen. 

Es spielten: Bleifuß (Tor), Nirmaier (Tor), Kraft (2), Gremminger (6/4), Michael, Große (5), Klajda (2), Beck, Weis (1), Kleinert, Schmitt (1), Röckel (7/5), Weimer (5), Dosch 

Klassenerhalt endgültig gesichert

Souveräner Auftritt in zweiter Halbzeit – Nächsten Samstag das kleine Derby gegen Hardheim zum Saisonabschluss

 

Im Prinzip konnte man sich auf Buchener Seite schon vor dem Spiel sicher sein. Vier Punkte Abstand auf den drittletzten Tabellenplatz, noch zwei ausstehende Spiele und im direkten Vergleich stand man auch besser da, als der dort residierende TSB Horkheim 2. Somit sollte der Klassenerhalt bereits vor der Partie eigentlich feststehen. Allerdings kann die komplizierte Auf-/Abstiegsregelung in der Schlussphase der Saison immer mal wieder für Überraschungen sorgen.

Jedoch wollte man ohnehin noch einmal die einstelligen Tabellenplätze attackieren und sich in den verbleibenden beiden Heimspielen zum Saisonende keine Blöße mehr geben. Mit einem Sieg wäre dann endgültig alles klar gewesen und nach einer aufreibenden, von Höhen und vielen Tiefs geprägten Saison, sollte noch einmal fürs gute Gefühl gespielt werden. Zu Gast war zu diesem Anlass die TSG Heilbronn, mit der man noch eine kleine Rechnung offen hatte. Im Hinspiel sorgte ein umstrittener Strafwurf in der Schlusssekunde für ein Unentschieden in einem vom TSV dominierten Spiel.

Allerdings wollte zu Beginn die beschworene Leichtigkeit nicht so recht aufkommen. Die erste Halbzeit war eher ein Spiegelbild von allem, was in dieser wechselhaften Saison 2017/18 nicht funktioniert hat. Die Zuschauer, die sich trotz herrlichstem Frühsommerwetter wieder zahlreich in die Sport- und Spielhalle verirrt hatten sahen verfrühte Abschlüsse, ungenaue Pässe und unklare defensive Zuordnung. Diesmal allerdings war dann Fabian Nirmaier als Rückhalt zur Stelle. Gegen Matthias Ohr, einen der besten „Shooter“ der Liga, packte er nicht nur einmal die große Pranke aus und sicherte trotz mäßiger Leistung seiner Vorderleute die 17:14-Halbzeitführung.

Aber auch der zweite Spielabschnitt begann wackelig aus Buchener Sicht. Die Gäste kamen, noch begünstigt durch eine Zeitstrafe aus der ersten Halbzeit, mit Schwung aus der Kabine und robbten sich auf 17:16 heran. Ein Buchener „Dreifach-Schlag“ in erneuter Unterzahl schien den Knoten dann zum Platzen gebracht zu haben. Zwischen Minute 35 und 43 legte der TSV einen 7:1-Lauf aufs heimische Parkett und stellte die Weichen in Richtung Heimsieg und tabellarischen Platztausch mit den Gästen. So richtig konnte man dem Braten auf Hausherrenseite allerdings noch nicht trauen. Nicht das erste Mal hätte der TSV in dieser Saison einen klaren Vorsprung noch verspielt. Doch der, in Halbzeit eins, noch sehr unklar agierende Defensivverbund bescherte dem Torhütergespann Nirmaier/Bleifuß dann einen eher ruhigen restlichen Abend. Der Widerstand der Gäste war spätestens beim 30:24 durch Basti Beck, den erfahrensten in Reihen des TSV, gebrochen. In den letzten Minuten durfte dann mit Kai Dosch auch noch der jüngste netzen und der siebte Saisonsieg war endgültig eingetütet. Nach einer deutlichen Steigerung in Halbzeit zwei geht dieser Sieg mit 34:25 sicherlich auch in der Höhe in Ordnung.

Schon in der kommenden Woche steigt dann das Saisonfinale. Mit dem „kleinen Derby“ gegen den TV Hardheim 2 wird die Saison 2017/18 sicherlich würdig verabschiedet. Für die Badenligareserve aus Hardheim geht es dabei noch gegen den Abstieg. Mit einem Sieg wäre der TVH 2 gesichert. Eine Niederlage wäre wohl gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Bezirksklasse. Für sportliche Spannung sollte im „Hexenkessel“ also auch nächste Woche ein letztes Mal in dieser Runde gesorgt sein.

 

Es spielten: Bleifuß (Tor), Nirmaier (Tor), Weber (1), Kraft(4), Gremminger (5/3), Michael (2), Große (2), Beck (1), Weis (2), Schmitt (2), Röckel (9/2), Weimer (3), Dosch (3)

Herbe Niederlage in eigener Halle

HSG Hohenlohe in dieser Saison eine Nummer zu groß – Nächste Woche in Horkheim

 

Von außen betrachtet standen die Vorzeichen nicht einmal so schlecht für den TSV am vergangenen Samstag. Der Spielplan wies die HSG Hohenlohe als nächsten Gegner aus. Der Tabellenführer zwar, aber auch dem TV Mosbach war man vor den Osterfeiertagen mindestens ebenbürtig, auch wenn wie bereits die gesamte Saison über das Glück nicht so richtig auf der Seite der Odenwälder war. Bei genauerer Betrachtung jedoch, stellte sich die Buchener Mannschaft dann als nicht ganz so im Vollbesitz ihrer Kräfte heraus wie man hätte vermuten können. Während der Trainer auf Jan Klajda vollständig verzichten musste, ging auch Sascha Weimer angeschlagen in die Partie.

Dennoch war für die Hausherren klar, dass man die Gäste vor einige Herausforderungen stellen wollte. Ein Plan der zu Beginn der Partie auch aufzugehen schien. Spielstand nach drei gespielten Minuten – 3:1 für den TSV Buchen. Doch dann folgte der kollektivste Ausfall in der jüngeren Handballgeschichte des TSV. Anstatt die anfängliche Unsicherheit der Gäste zu verstärken, wankte das Heimteam plötzlich selbst und brach binnen weniger Sekunden vollständig auseinander. Mangelhafte Abschlüsse, hektisch vorgetragene Angriffe, behäbiges Abwehrverhalten. Die HSG Hohenlohe stellte in meisterlicher Manier bis zur zwanzigsten Spielminute auf 7:15 und erzielte im gesamten ersten Abschnitt schier unglaubliche 25 Tore, während die Buchener 14 Mal netzten. Klare Analyse des geneigten Zuschauers zum Pausenpfiff. Die 14 eigenen Treffer gehen völlig in Ordnung, doch 25 des Gegners sind komplett indiskutabel.

 

Die Partie noch zu drehen war nicht mehr möglich, soviel war allen in der Sport- und Spielhalle anwesenden klar. Es ging um Schadensbegrenzung, leicht auszurechnen wie sich eine ähnliche Leistung im zweiten Durchgang auf die Gesamtbilanz der Partie niedergeschlagen hätte. Dass die Buchener verstanden hatten woran es haperte lässt sich vielleicht an den Zeitpunkten der Zeitstrafen festmachen. Allesamt in der zweiten Hälfte. Ein Indiz dafür, dass man verstanden hatte und zumindest zupacken wollte. Trotz der freilich aussichtslosen Situation bewiesen die Gastgeber Charakter. Man brachte die Partie mit sportlichem Anstand zu Ende ohne sich völlig aufzugeben oder seinem Frust freien Lauf zu lassen. Auch die Gäste aus Hohenlohe erwiesen sich hier als sehr sportliche Sieger, spielten weiter nach vorne, drängten aber nicht darauf die Hausherren zu demütigen. Das Buchener Team erwischten sie an diesem Abend sowieso auf dem völlig falschen Fuß und vielleicht bleibt als Trost für den TSV, dass auch diese Partie nur mit null zu zwei Punkten gewertet wird. Den beiden unparteiischen blieb letztlich noch die Aufgabe, die Partie beim Stand von 28:42 abzupfeifen.

Ein herber Dämpfer war die Partie mit Sicherheit, wähnte man sich doch gerade spielerisch auf dem aufsteigenden Ast. Allerdings kommen mit den letzten drei Spielen der Saison gegen die direkten Konkurrenten, die am 28. April im Hexenkessel endet, die wirklichen Spiele der Entscheidung. Dort wird dann auch wieder der Charakter gefragt sein und vielleicht kam dieser Dämpfer ja noch einmal gerade zur rechten Zeit.

Es spielten: Nirmaier (Tor), Theobald (Tor), Kraft (3), Gremminger (2), Michael (2), Große (5), Beck (2), Weis (2), Schmitt (6), Röckel (4/1), Weimer (2), Dosch

Lebenszeichen

Überdeutlicher Heimsieg gegen den TB Richen – Nächste Woche Derby gegen den TV Mosbach  

Der Spielplan des Buchener Handball-Bezirksligateams sieht in den verbleibenden Wochen der Saison 2017/18 eigentlich nur noch „Do-or-Die“ Partien vor. Nachdem man vergangene Woche eine deutliche Schlappe gegen den direkten Tabellennachbarn Flein hinnehmen musste zogen dunkle Wolken am Buchener Horizont auf. Von Auflösungserscheinungen war die Rede und der ein oder andere Beobachter attestierte dem Team eine desolate Leistung. Umso mehr Gewicht maß man der anstehenden Partie in eigener Halle zu. Allerdings waren die Gäste nicht gerade als Leichtgewicht zu bezeichnen und die Punkte konnten, so die Vorhersagen, bestimmt nicht im Vorbeigehen eingesammelt werden. Der kurzfristige Ausfall von Scharfschütze Sascha Weimer war kurz vor Spielbeginn das Sahnehäubchen auf der vermeintlich zähen Torte. 

Doch die Partie in der Sport- und Spielhalle stellte alle Vorhersagen auf den Kopf. Das Team von Coach Sebastian Wiener zeigte sich exzellent eingestellt auf die Spielweise des Turnerbundes. Nach einigen Partien, in denen die Akteure die taktische Marschroute ihres Trainers nicht umsetzen konnte, war die Lethargie wie weggeblasen. Von Anfang an dominierte eine agile Abwehrreihe die Offensive der Gäste und ein sehr stark aufgelegter Goalie Fabian Nirmaier verriegelte den Buchener Kasten. Folgerichtig wies auch die Hallenuhr eine Buchener Dominanz aus – 8:1 nach zehn gespielten Minuten. Nur langsam kamen die Gäste in Fahrt. Erst nach über zwanzig Minuten leuchtete eine fünf von der Anzeigetafel, doch da war der TSV schon enteilt. Die Richener, die ohne ihre Etatmäßige Lebensversicherung Gottstein antreten mussten, fanden kaum Mittel und Wege zählbares im Spielberichtsbogen eintragen zu lassen und so ging es mit einem beinahe schon schmeichelhaften 15:8 in die Katakomben. 

Im Schlussabschnitt versuchte der TSV weiter aufs Tempo zu drücken und so unterlief den Hausherren der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler. Alles in allem blieb aber die Kontrolle über die Partie stehts in Buchener Hand und näher als auf sechs Treffer konnten die Gäste aus dem Kraichgau nicht heranrücken. Die letzten zehn Minuten der Partie gehörten wieder vollständig dem TSV. Am Ende stand der befreiende und extrem wichtige 33:24 Heimsieg gegen den Tabellenfünften.  

Ein Erfolg der zur besten Zeit kommt. Schließlich steht in der nächsten Woche die Prestigeträchtige Partie in Mosbach an. Obwohl auch die Mosbacher in letzter Zeit Federn lassen mussten, ist die Favoritenrolle in diesem Derby klar verteilt und man fährt als klarer Underdog zum Neckar-Odenwald-Duell. Mit nun 13 Punkten auf der Habenseite robbt sich der TSV ein Stück näher heran als rettetende Ufer. Es stehen allerdings auch noch fünf Partien aus in denen die Buchener den Klassenerhalt möglichst schnell in trockene Tücher bringen will.  

Es spielten: Nirmaier (Tor), Djapa (Tor), Kraft (6), Große (5), Klajda (6), Beck, Weis (3), Kleinert, Schmitt (8/3), Röckel (5), Dosch 

Buchen bleibt auswärts sieglos

Handball-Bezirksliga: Mit der 32:26-Niederlage beim TV Flein II ist Buchen endgültig im Abstiegskampf angekommen – nächste Woche schwere Aufgabe gegen Richen

So langsam sind alle denkbaren Phrasen gedroschen. Geholfen hat das bislang wenig. Auch beim Kellerduell beim punktgleichen TV Flein II zog der TSV Buchen den Kürzeren und gerät damit weiter in die Bredouille. Lediglich drei Teams liegen im Bezirksligatableau noch hinter den Buchenern. Sollten weitere Mannschaften an Buchen vorbeiziehen, so droht der erneute Abstieg. Beim TSV müssen die Floskeln und Durchhalteparolen nun endlich Taten weichen.

An guten Vorsätzen im Vorfeld der Auswärtsfahrt ins Heilbronner Land mangelte es nicht. Das Team von Sebastian Wiener hatte im Verlauf der Woche gut trainiert und war entschlossen zwei Punkte aus Flein zu entführen. Im Hinspiel hatte man die Landesligavertretung des TV Flein über 60 Minuten im Griff und konnte die Partie für sich entscheiden. Hoffnung auf einen ähnlichen Verlauf machten am Samstag allerhöchstens die ersten Minuten, als Buchen eine solide Abwehr stellte und vorne gute Chancen erarbeiten konnte. Einzig die Verwertung jener Chancen war äußerst mangelhaft. Folge der zahlreichen Fehlwürfe war ein 5:2-Rückstand nach zehn Minuten. In der Folge berappelten sich Buchens Offensivkräfte jedoch, fanden zu mehr Präzision im Abschluss und verkürzten auf 7:6. Dieser Höhenflug war aber nur von kurzer Dauer und fand in der Disqualifikation von Philipp Kraft sein jähes Ende. Die Hausherren nutzten diese Schwächung des TSV Buchen aus und bauten ihren Vorsprung allmählich wieder aus. Flein spielte den besseren, wenngleich keineswegs glanzvollen, Handball. Der Halbzeitstand von 16:11 zugunsten der Heimmannschaft war damit leistungsgerecht.

Außer Reichweite war der TV Flein damit noch lange nicht – das zeigten die Anfangsminuten des zweiten Spielabschnitts. In mühevoller Kleinarbeit ließ Buchen den Rückstand auf drei Tore eindampfen und war damit in Schlagdistanz. Dann aber schlich sich einmal mehr der Fehlerteufel ins Buchener Spiel ein: technische Fehler, unpräzise Pässe und unvorbereitete Abschlüsse machten es den Gastgebern leicht, sich vorentscheidend abzusetzen. So war innerhalb von knapp fünfzehn Minuten der Vorsprung auf 28:18 angewachsen und es waren erste Zeichen von Resignation bei den Buchenern spürbar. Erst eine Ansprache des zu Recht restlos bedienten Sebastian Wiener rüttelte die Akteure nochmal auf. In einem letzten Aufbäumen zeigte Buchen – wenn auch zu spät – nochmal Moral und konnte etwas Ergebniskosmetik betreiben. Plötzlich gelangen wieder Angriffsaktionen, Kreisanspiele fanden ihr Ziel und Bälle den Weg ins Tor. An der dennoch deutlichen 32:26 Auswärtspleite änderte dies nichts mehr.

Buchen liegt nach 16 gespielten Begegnungen auf Rang 9 und ist damit weiter akut abstiegsgefährdet. In den verbleibenden sechs Spielen muss mindestens eben dieser neunte Platz gehalten werden, damit die Klasse sicher gehalten werden kann. Dazu müssen dringend Punkte her, beispielsweise nächsten Samstag im Heimspiel gegen den TB Richen. Leichter werden die Aufgaben danach nicht gerade: mit dem TV Mosbach und der HSG Hohenlohe warten anschließend der Tabellenzweite und –erste auf die Odenwälder, ehe es auf die Zielgerade der Saison geht.

Es spielten und trafen: Nirmaier (Tor), Djapa (Tor), Weber, Gremminger (5/2), Kraft (1), Große (4), Beck (2), Weis (2), Schmitt (5/4), Röckel (3), Weimer (3/1), Dosch (1)

Der erste Auswärtspunkt für den TSV

Unentschieden in Heilbronn nach vier Wochen Pause – Nächste Woche Derby gegen Neckarelz 

Was dieser Punkt Wert ist, wird sich in der Endabrechnung zeigen. Nur so viel vorab – er war mehr als verdient. Nach der langen Pause während der 5. Jahreszeit ging es für die Buchener Bezirksligamannschaft von Coach Wiener wieder mit dem Spielbetrieb los. In fremder Halle traf man auf die Truppe der TSG Heilbronn. Diese rekrutiert sich seit einiger Zeit aus ehemaligen Spielern des TSB Horkheim, die damals kollektiv den Verein wechselten. Tabellarisch handelte es sich um direktes Duell wobei der TSV Buchen im Feld zwischen Platz 7 und Platz 9 die wenigsten Spiele aufweist und somit noch gute Chance hat dem direkten Abstiegskampf zu entgehen. Im Kampf gegen das Abstiegsgespenst ging es also um einiges in der Sontheimer Sporthalle-Ost. Da kam es äußerst ungelegen das der TSV mit einem Grippegeschwächten Lazarett anreisen musste. Die taktischen Möglichkeiten auf der Bank waren also äußerst eingeschränkt.

Das im Hinterkopf der Mangel an Wechselmöglichkeiten mitspielte merkte man den Herren im grünen Auswärtsdress dann auch an. Behäbig begab man sich nach vorne und musste nach fünf gespielten Minuten auch den Führungstreffer der Gastgeber hinnehmen. Langsam aber sicher begab man sich dann aus der Deckung beziehungsweise voll in eben jene hinein. Beinahe bemitleidenswert zerschellten die Heilbronner Angriffsbemühungen wechselweise an der Buchener Defensive oder am gut aufgelegten Fabian Nirmaier im Buchener Kasten. Immer wieder über Konter oder überlegt vorgetragenes Angriffsspiel kamen die Buchener Gäste zum Torerfolg. Bis zur 25. Spielminute durfte der Unparteiische nur sechsmal auf Tor für die TSG Heilbronn entscheiden, während die souverän aufspielenden Buchener ganze 12 Mal netzten. Zur Halbzeit stand es 9:14 und man konnte mit der gezeigten Leistung fürs Erste durchaus zufrieden sein.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte spielte der TSV weiter souverän. Bis zum 9:16 setzte man sich ab und das Ziel „Auswärtssieg“ war in greifbarer Nähe. Es schlich sich zwar der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler ein, diese wurden jedoch kaum bestraft. Über 18:23 und 19:24 nahm das Spiel seinen Lauf. Selbst als die Hausherren ihre Moral noch einmal fanden und mit ihrem 23. Treffer auf zwei Tore heranrückten, hatte der TSV die passende Antwort und legte erneut zweimal nach. Ob beabsichtigt oder nicht, legte der bis dahin eigentlich souverän im Hintergrund leitende Unparteiische dann mehrere „unglückliche Auftritte“ hin. Zuerst diagnostizierte er einen zu geringen Abstand beim Anspiel nach Torerfolg, nur um kurz danach für eine Aktion der Abwehr im Raum ebenfalls eine kreative Zeitstrafe auszusprechen. Der Leitspruch, die Spieler ein Spiel entscheiden zu lassen war dem Schiedsrichter an diesem späten Sonntagnachmittag wohl nicht mehr im Gedächtnis.

Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass innerhalb der letzten zwanzig Spielsekunden für zwei gewöhnliche Handballdefensivaktionen weit vom Tor entfernt, gleich zweimal auf 7m-Strafwurf entschieden wurde. So kam es, dass die TSG Heilbronn mit dem Schlusspfiff auf 29:29-Unentschieden stellte und drei der letzte vier Tore von der 7m-Linie erzielte.

Ob der Punkt gegen die TSG Heilbronn nun ein gewonnener oder ein verlorener ist, darüber wird man sich, wie eingangs erwähnt, am Ende der Saison unterhalten müssen. Ob der TSV Buchen in diesem Spiel fair behandelt wurde, darüber kann man sich nach Ansicht des Spielberichtsbogens selbst ein Bild machen. Es sei an dieser Stelle auch gesagt, dass es kein einfaches ist, ein Handballspiel im Alleingang zu leiten. Nicht nur in den Profiligen hat sich die Geschwindigkeit des Handballsports immens gesteigert. Aber auch weil der Schiedsrichter genauso Sportler sein sollte wie die Spieler selbst, muss auch Kritik erlaubt sein, wie sie an den Spielern erlaubt ist. Allein deshalb ist es schön, dass man als Trainer, Spieler oder Schiedsrichter in der nächsten Woche die Chance hat es besser zu machen.

Abschließend ist sportlich festzuhalten, dass der TSV gerüstet scheint für den Endspurt der Saison. So langsam aber sicher kehren die von der Grippewelle gebeutelten Akteure wieder zurück in die Trainingshalle bevor am kommenden Wochenende das Derby-Rückspiel in den eigenen vier Wänden gegen die HA Neckarelz ansteht.

Es spielten: Nirmaier (Tor), Theobald (Tor), Kraft (3), Große (3), Zuzarovski (1), Beck (5), Schmitt (4), Röckel (5), Weimer (7/2), Dosch (1)

 

7m-Strafwürfe:         8 / 4                Zeitstrafen-Minuten:    2 / 12