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12. Beachhandballturnier ein voller Erfolg

Großer Zuschauerzuspruch bei traumhaftem Wetter – „Nord-Nord-Süd“ aus Westerrönfeld holen sich den Titel

 

Während sich die deutsche Handballnationalmannschaft im Winter 2007 zu ihrem Weltmeistertitel im eigenen Land aufschwingen konnte, reifte in der Sparte Handball der Gedanke den Hype, den die Männer um Markus Baur und Pascal Hens auslösten auch in Buchen ankommen zu lassen. Die lange Sommerpause, in der die Handballer Land auf Land ab in der Vorbereitung schwitzen und aus dem Fokus der Sportbegeisterten verschwinden war hierbei nicht sehr hilfreich. Die Idee ein Beachhandballturnier auf dem damals frisch eingeweihten Beachfeld im Buchener Frankenland-Stadion auszutragen war geboren.

Es sollte ein Turnier für alle Sportbegeisterten werden, die den Einstieg in den Hallenhandball verpasst haben oder die einfach gerne einmal selbst zum kleinen, runden Spielgerät greifen möchten. Die Begrenzung auf zwei „Aktive Herren ab 16 Jahren“ pro Mannschaft sorgt seitdem für Chancengleichheit bei den bunt zusammengewürfelten Freizeitmannschaften. Vom ehemaligen, bis zu blutigen Anfängern und Mixed-Teams, soll sich jeder mit jedem, in entspannter Beach-Atmosphäre messen können. Der Einsatz den die Spielerinnen und Spieler auch in einem Turnier bringen, in dem es außer dem sagenumwobenen Pokal und einem Eintrag in die Siegerliste nichts zu gewinnen gibt, zeugt davon welche Emotionen der Handballsport wecken kann. Diesem Grundkonzept ist man seitdem treu geblieben und die Teilnehmerzahl spricht für sich. In diesem Jahr haben sich 14 Teams mit über 100 Spielern angemeldet und alle wollen nach dem Titel greifen.

Angefangen bei den „Skyhookers“ die sich aus den Baskteballern des TSV rekrutieren und in jedem Jahr zu den Mitfavoriten gehören oder der „Gummibärenbande“, die in wechselnder Konstellation, ununterbrochen schon seit der ersten Ausgabe dabei ist. Es entstehen auch in jedem Jahr neue Teams mit kreativen Namen die im Turnier für sportliche Highlights sorgen oder für die Stimmung auf und neben dem Feld unverzichtbar sind.

Eine kleine Neuerung im speziellen Buchener Beachhandballregelwerk, sorgte in diesem Jahr erstmals dafür, dass die Treffer des eleganten Geschlechts mit zwei Punkten gewertet wurden. Eine Maßnahme die im Turnierverlauf für die eine oder andere Überraschung sorgte und taktisch völlig neue Wege eröffnete. Das zum Großteil weiblich besetzte Team „Havanna Club“ zog souverän als Gruppensieger ins Viertelfinale ein und scheiterte dort nur knapp an den rein männlich besetzten „Skyhookers“.

Im ersten Halbfinale kam es dann zum Duell zwischen den Champions der letzten drei Jahren, den „Sandmobbels“ und den weit gereisten Gästen „Nord-Nord-Süd“ aus Schleswig-Holstein. Erst im Penalty-Werfen konnte diese Partie entschieden werden und somit war klar, dass die „Sandmobbels“ ihren Titel nicht erneut verteidigen können. Im zweiten Halbfinale tummelte sich neben den „Skyhookers“ mit den „Beachdivers“ eine weitere gut gemixte Mannschaft, die dann auch noch den Einzug ins Finale perfekt machte.

Im großen Finale um kurz vor Mitternacht sorgte dann ein klarer 21:9 – Erfolg zugunsten der Nordlichter für klare Verhältnisse und gab den Startschuss für eine tropische Partynacht im Buchener Frankenland-Stadion.

Natürlich soll auch Anno 2019 wieder ein Beachhandballturnier am „BCH-Strand“ stattfinden. Die Handballer freuen sich schon jetzt darauf, die Gäste wieder genauso zahlreich begrüßen zu dürfen.

 

Wer wissen möchte welches Team, in welchem Jahr gewonnen hat?! Werft einen Blick in die Ahnengalerie

Siegerliste

Der Beach-Spielplan ist da

Schon wieder ein Jahr vergangen. Am morgigen Samstag ist es wieder so weit und das 12. Beachhandball Turnier in Buchen findet statt.

Die Vorbereitungen sind in den letzten Zügen und auch das Wetter scheint sich langsam mit den Buchener Handballern zu solidarisieren. Falls das ein oder andere Gewitter sich doch dazwischen schleichen sollte, ist auch für Unterstand gesorgt.

Los gehts mit dem ersten Spiel um 17Uhr. Etwas früher da zu sein schadet sicher nicht!

Für alle die jetzt noch wissen wollen, wann sie sich ihr Teamoutfit ganz genau überstreifen müssen… Hier kommt der Spielplan.

Spielplan Vorrunde 2018

 

Beachhandball 2018

Der Spielplan steht. Der Turnierbaum ist erstellt und hält einige spannende Elemente bereit.

Nicht nur die FIFA expandiert mit ihrer WM mit 48 Teams. Auch der Buchener Beachhandball muss mit der Zeit gehen und hat sich dem Motto: „höher, schneller, weiter“ verschrieben und es kommt zu einem der größten jemals im Postleitzahlenbezirk Buchen ausgerichteten Beachhandball-Turniere.

Für alle Teams die der Gemütlichkeit wegen kommen, machen wir uns natürlich auch den olympischen Gedanken zu Eigen. Dazu passt, dass in den Mixed-Teams den weiblichen Athletinnen entsprechend unserer täglichen Realität, eine erhöhte Bedeutung zukommt. Nicht nur korrekt ausgeführte Trickwürfe, sondern auch Tore der Mädels werden in diesem Jahr mit 2 Punkten belohnt.

Das Turnier 2018 wird 26 Partien in 3 Vorrundengruppen für alle Zuschauer und Teilnehmer bereit halten, bevor ein neues Element in die Turniergestaltung einziehen wird. Eine Playoff Runde für die Drittplatzierten jeder Gruppe, verspricht jede Menge Spannung im Kampf um die beiden letzten Viertelfinalplätze. In der KO-Runde geht es dann in 8 weiteren Spannungsgeladenen Spielen bis zum Finale. Hier werden sich dann die ganz großen Emotionen bahnbrechen, bis der Sieger des diesjährigen Turniers endgültig feststeht.

Ob sich die „Sandmobbels“ ein weiteres Mal in den Geschichtsbüchern des Buchener Beachhandballs verewigen werden, entscheidet sich am 28. Juli gegen Mitternacht.

Am Ende werden die Zuschauer und Akteure mehr als fünfeinhalb Stunden Handballaction im Sand erlebt haben und das alles bei freiem Eintritt. Die wohl sportlichste Möglichkeit für alle in den Sommerurlaub zu starten.


Hier gibts alles Wichtige zum Turnier:

Turnierbaum

Gruppeneinteilung

Beachhandball 2018 – Hier geht es zur Anmeldung

Auch 2018 geht es wieder in den Sand. Bereits zum zwölften Mal richten die Handballer das beliebte Beachhandball-Turnier für alle Sportbegeisterten aus.  Viele Mannschaften sind seit Jahren dabei, aber es finden sich auch immer wieder neue Teams die für einen Abend im Sand um den Titel spielen. Ab 17 Uhr geht es los mit dem Spielbetrieb auf dem Beachfeld des Buchener Frankenlandstadions.

Mitmachen dürfen alle von 16 bis 99 Jahren. Wie immer dürfen in jeder Mannschaft zwei Aktive männliche Spieler, d.h. Spieler die in der vergangenen Saison ein regluläres Ligaspiel absolviert haben, antreten.

Als Team solltet ihr mindestens zu fünft sein und dann kanns auch schon losgehen und ihr dürft euch unten eintragen und sofort anmelden!

Wer die Action im Sand nur als Zuschauer betrachten möchte ist natürlich ebenfalls äußerst gerne gesehen. Durstig, hungrig oder gar gelangweilt haben bisher schließlich nur die wenigsten eine Veranstaltung der Buchener Handballer verlassen.

Also am 28.07.2018 einfach vorbeikommen eine große Beachparty feiern und den Start in die Sommerferienzeit zelebrieren.

+++ Infos zum Turnier 2018 +++

Termin: 28.07.18 ab ca. 17.00 Uhr

Maximal 2 Aktive Herren pro Team.
Mindestens 5 Spieler/innen pro Team.
Mindestalter: 16 Jahre

Anmeldung hier im Kontaktformular:

Die maximal Anzahl der Anmeldungen ist erreicht

Ort: Frankenlandstadion Buchen
Am Langen Graben
74722 Buchen/Odenwald

Würdiger Abschied für die Saison 2018

Sieg für den TSV Buchen im kleinen Derby – Versöhnlicher siebter Platz im Endtableau – Gremminger und Michael verabschiedet 

 

Es war eine merkwürdige Saison für die Bezirksligamannschaft der Buchener Handballer. Deutlichstes Zeichen hierfür vielleicht das ausgeglichene Torverhältnis und der gleichzeitige Kampf gegen den Abstieg. Erst am drittletzten Spieltag war dann klar, dass der TSV auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga Heilbronn-Franken antreten wird. Mit einem Unentschieden in Horkheim beim direkten Konkurrenten machte man den Klassenerhalt klar. Von der Last des Abstiegskampfes befreit, spielte der TSV dann deutlich lockerer auf. Die Gewissheit die letzten beiden Saisonspiele in eigener Halle bestreiten zu dürfen machte den Endspurt sehr viel leichter. Vor Wochenfrist besiegte man dann die TSG Heilbronn standesgemäß und somit stand vor der wohlverdienten Sommerpause nur noch das ewig junge Duell gegen den TV Hardheim an.  

Anders als für den TSV ging es für Hardheim 2 noch um alles. Ein Sieg oder Unentschieden würde den sicheren Klassenerhalt bedeuten. Bei einer Niederlage wäre man auf eine erfolgreiche Relegation der HA Neckarelz angewiesen, die dann in die Landesliga HVW aufsteigen würden und somit die Zahl der Absteiger verringert würde. 

Die Gäste begannen jedoch stark und ließen dem Buchener 1:0, zwei Tore folgen und konnten in der ersten Viertelstunde der Partie immer wieder vorlegen. Erst dann kam die Buchener Offensive so langsam ins Rollen. Beim 10:7 war dann erstmals ein 3-Tore Vorsprung für die Hausherren hergestellt. Dass die Buchener ihren Nachbarn nichts schenken wollten zeigte sich vor allem in der Defensivarbeit des TSV. Obwohl man die Sache wohl auch hätte lockerer angehen können wollte man wohl die eigene Niederlage vor Weihnachten in Hardheim wett machen. Mit dem Pausenpfiff sorgte dann Jan Klajda für ein ganz besonderes Schmankerl. Mit abgelaufener Uhr gab es auf halblinker Position noch einen Freiwurf für den TSV. Artistisch und mit gütiger Mithilfe der Hardheimer Defensive sorgte Buchens Nummer Acht per direktem Freiwurf für den umjubelten 13:11 Pausenstand. 

Der zweite Durchgang begann dann desolat. Im Angriff fand der TSV plötzlich nicht mehr statt. Es jubelten nur noch die Gäste und nach vierzig gespielten Minuten waren die Hausherren bereits mit vier Toren im Hintertreffen. Es dauerte Sage und Schreibe zwölf Minuten ehe Simon Röckel die Buchener per 7m-Strafwurf erlöste. Der Ein oder Andere Zuschauer mit Sympathien für die Buchener sah bereits eine empfindliche Niederlage zum Saisonabschluss auf den TSV zukommen. Doch Lukas Große weckte sein Team aus dem Dornröschenschlaf. Mit unbändiger Energie traf er selbst zweimal in kurzer Folge und brachte auch den Schwung zurück ins Offensivspiel seiner Kollegen. Nur sechs Minuten nachdem der TSV quasi am Boden lag, gelang dann eben jenem Lukas Große der Führungstreffer zum 19:18. Die Hardheimer glichen zwar noch einmal aus, doch die Buchener waren da schon nicht mehr zu stoppen und oben auf. Sascha Weimer, Lukas Große sowie David Gremminger in seinem vorerst letzten Spiel für den TSV, drückten der Partie in der Schlussviertelstunde überdeutlich ihren Stempel auf. So stand am Ende ein knapper aber nicht unverdienter Buchener 27:25-Sieg. 

Die Runde geht also versöhnlich zu Ende. Der siebte Tabellenplatz spiegelt sicherlich nicht das volle Leistungsvermögen der Mannschaft wieder, jedoch fehlten über die gesamte Saison hinweg wohl immer wieder Cleverness und eine gewisse Ruhe in den entscheidenden Situationen.  

Mit David Gremminger und Robert Michael, der in der Schlussphase der Saison noch einmal aushalf, verlassen zwei verdiente Spieler den TSV aus beruflichen Gründen. Beide waren nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Hintergrund im Verein eingebunden und müssen nun ersetzt werden. 

Wie das Team in der neuen Saison aussieht wird nun wieder die Aufgabe von Coach Sebastian Wiener sein, der seinen Verbleib bestätigt hat und in der Vorbereitung am Kader für die Saison 2018/19 schleifen wird. Einige junge Spieler aus der A-Jugend werden vor allem der 2. Mannschaft ein anderes Gesicht geben und die Spieler der 1. Mannschaft herausfordern wollen. 

Es spielten: Bleifuß (Tor), Nirmaier (Tor), Kraft (2), Gremminger (6/4), Michael, Große (5), Klajda (2), Beck, Weis (1), Kleinert, Schmitt (1), Röckel (7/5), Weimer (5), Dosch 

Klassenerhalt endgültig gesichert

Souveräner Auftritt in zweiter Halbzeit – Nächsten Samstag das kleine Derby gegen Hardheim zum Saisonabschluss

 

Im Prinzip konnte man sich auf Buchener Seite schon vor dem Spiel sicher sein. Vier Punkte Abstand auf den drittletzten Tabellenplatz, noch zwei ausstehende Spiele und im direkten Vergleich stand man auch besser da, als der dort residierende TSB Horkheim 2. Somit sollte der Klassenerhalt bereits vor der Partie eigentlich feststehen. Allerdings kann die komplizierte Auf-/Abstiegsregelung in der Schlussphase der Saison immer mal wieder für Überraschungen sorgen.

Jedoch wollte man ohnehin noch einmal die einstelligen Tabellenplätze attackieren und sich in den verbleibenden beiden Heimspielen zum Saisonende keine Blöße mehr geben. Mit einem Sieg wäre dann endgültig alles klar gewesen und nach einer aufreibenden, von Höhen und vielen Tiefs geprägten Saison, sollte noch einmal fürs gute Gefühl gespielt werden. Zu Gast war zu diesem Anlass die TSG Heilbronn, mit der man noch eine kleine Rechnung offen hatte. Im Hinspiel sorgte ein umstrittener Strafwurf in der Schlusssekunde für ein Unentschieden in einem vom TSV dominierten Spiel.

Allerdings wollte zu Beginn die beschworene Leichtigkeit nicht so recht aufkommen. Die erste Halbzeit war eher ein Spiegelbild von allem, was in dieser wechselhaften Saison 2017/18 nicht funktioniert hat. Die Zuschauer, die sich trotz herrlichstem Frühsommerwetter wieder zahlreich in die Sport- und Spielhalle verirrt hatten sahen verfrühte Abschlüsse, ungenaue Pässe und unklare defensive Zuordnung. Diesmal allerdings war dann Fabian Nirmaier als Rückhalt zur Stelle. Gegen Matthias Ohr, einen der besten „Shooter“ der Liga, packte er nicht nur einmal die große Pranke aus und sicherte trotz mäßiger Leistung seiner Vorderleute die 17:14-Halbzeitführung.

Aber auch der zweite Spielabschnitt begann wackelig aus Buchener Sicht. Die Gäste kamen, noch begünstigt durch eine Zeitstrafe aus der ersten Halbzeit, mit Schwung aus der Kabine und robbten sich auf 17:16 heran. Ein Buchener „Dreifach-Schlag“ in erneuter Unterzahl schien den Knoten dann zum Platzen gebracht zu haben. Zwischen Minute 35 und 43 legte der TSV einen 7:1-Lauf aufs heimische Parkett und stellte die Weichen in Richtung Heimsieg und tabellarischen Platztausch mit den Gästen. So richtig konnte man dem Braten auf Hausherrenseite allerdings noch nicht trauen. Nicht das erste Mal hätte der TSV in dieser Saison einen klaren Vorsprung noch verspielt. Doch der, in Halbzeit eins, noch sehr unklar agierende Defensivverbund bescherte dem Torhütergespann Nirmaier/Bleifuß dann einen eher ruhigen restlichen Abend. Der Widerstand der Gäste war spätestens beim 30:24 durch Basti Beck, den erfahrensten in Reihen des TSV, gebrochen. In den letzten Minuten durfte dann mit Kai Dosch auch noch der jüngste netzen und der siebte Saisonsieg war endgültig eingetütet. Nach einer deutlichen Steigerung in Halbzeit zwei geht dieser Sieg mit 34:25 sicherlich auch in der Höhe in Ordnung.

Schon in der kommenden Woche steigt dann das Saisonfinale. Mit dem „kleinen Derby“ gegen den TV Hardheim 2 wird die Saison 2017/18 sicherlich würdig verabschiedet. Für die Badenligareserve aus Hardheim geht es dabei noch gegen den Abstieg. Mit einem Sieg wäre der TVH 2 gesichert. Eine Niederlage wäre wohl gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Bezirksklasse. Für sportliche Spannung sollte im „Hexenkessel“ also auch nächste Woche ein letztes Mal in dieser Runde gesorgt sein.

 

Es spielten: Bleifuß (Tor), Nirmaier (Tor), Weber (1), Kraft(4), Gremminger (5/3), Michael (2), Große (2), Beck (1), Weis (2), Schmitt (2), Röckel (9/2), Weimer (3), Dosch (3)

Herbe Niederlage in eigener Halle

HSG Hohenlohe in dieser Saison eine Nummer zu groß – Nächste Woche in Horkheim

 

Von außen betrachtet standen die Vorzeichen nicht einmal so schlecht für den TSV am vergangenen Samstag. Der Spielplan wies die HSG Hohenlohe als nächsten Gegner aus. Der Tabellenführer zwar, aber auch dem TV Mosbach war man vor den Osterfeiertagen mindestens ebenbürtig, auch wenn wie bereits die gesamte Saison über das Glück nicht so richtig auf der Seite der Odenwälder war. Bei genauerer Betrachtung jedoch, stellte sich die Buchener Mannschaft dann als nicht ganz so im Vollbesitz ihrer Kräfte heraus wie man hätte vermuten können. Während der Trainer auf Jan Klajda vollständig verzichten musste, ging auch Sascha Weimer angeschlagen in die Partie.

Dennoch war für die Hausherren klar, dass man die Gäste vor einige Herausforderungen stellen wollte. Ein Plan der zu Beginn der Partie auch aufzugehen schien. Spielstand nach drei gespielten Minuten – 3:1 für den TSV Buchen. Doch dann folgte der kollektivste Ausfall in der jüngeren Handballgeschichte des TSV. Anstatt die anfängliche Unsicherheit der Gäste zu verstärken, wankte das Heimteam plötzlich selbst und brach binnen weniger Sekunden vollständig auseinander. Mangelhafte Abschlüsse, hektisch vorgetragene Angriffe, behäbiges Abwehrverhalten. Die HSG Hohenlohe stellte in meisterlicher Manier bis zur zwanzigsten Spielminute auf 7:15 und erzielte im gesamten ersten Abschnitt schier unglaubliche 25 Tore, während die Buchener 14 Mal netzten. Klare Analyse des geneigten Zuschauers zum Pausenpfiff. Die 14 eigenen Treffer gehen völlig in Ordnung, doch 25 des Gegners sind komplett indiskutabel.

 

Die Partie noch zu drehen war nicht mehr möglich, soviel war allen in der Sport- und Spielhalle anwesenden klar. Es ging um Schadensbegrenzung, leicht auszurechnen wie sich eine ähnliche Leistung im zweiten Durchgang auf die Gesamtbilanz der Partie niedergeschlagen hätte. Dass die Buchener verstanden hatten woran es haperte lässt sich vielleicht an den Zeitpunkten der Zeitstrafen festmachen. Allesamt in der zweiten Hälfte. Ein Indiz dafür, dass man verstanden hatte und zumindest zupacken wollte. Trotz der freilich aussichtslosen Situation bewiesen die Gastgeber Charakter. Man brachte die Partie mit sportlichem Anstand zu Ende ohne sich völlig aufzugeben oder seinem Frust freien Lauf zu lassen. Auch die Gäste aus Hohenlohe erwiesen sich hier als sehr sportliche Sieger, spielten weiter nach vorne, drängten aber nicht darauf die Hausherren zu demütigen. Das Buchener Team erwischten sie an diesem Abend sowieso auf dem völlig falschen Fuß und vielleicht bleibt als Trost für den TSV, dass auch diese Partie nur mit null zu zwei Punkten gewertet wird. Den beiden unparteiischen blieb letztlich noch die Aufgabe, die Partie beim Stand von 28:42 abzupfeifen.

Ein herber Dämpfer war die Partie mit Sicherheit, wähnte man sich doch gerade spielerisch auf dem aufsteigenden Ast. Allerdings kommen mit den letzten drei Spielen der Saison gegen die direkten Konkurrenten, die am 28. April im Hexenkessel endet, die wirklichen Spiele der Entscheidung. Dort wird dann auch wieder der Charakter gefragt sein und vielleicht kam dieser Dämpfer ja noch einmal gerade zur rechten Zeit.

Es spielten: Nirmaier (Tor), Theobald (Tor), Kraft (3), Gremminger (2), Michael (2), Große (5), Beck (2), Weis (2), Schmitt (6), Röckel (4/1), Weimer (2), Dosch