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Hat die Realität den TSV wieder?

Niederlage bei Offensivspektakel in der Weibertreuhalle – Nächste Woche Heimspiel vs. den HC Bad Wimpfen

 

Nachdem man das Final-Four Pokalturnier in eigener Halle vor Wochenfrist zum Trainingsturnier und Härtetest unter Wettkampfbedingungen auserkoren hatte ging es am frühen Sonntagnachmittag in der Liga wieder zur Sache. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den beiden Partien gegen die HSG Dittigheim/TBB und den TV Hardheim durften dabei durchaus optimistisch stimmen.

Und positiv startete der TSV auch in die Partie am Fuße der Burg Weibertreu gegen die Weinsberger Württembergligareserve. Diese hatte nach dem Jahreswechsel ihren Trainer getauscht und agiert aktuell mit einer Spielertrainer-Lösung. Für den offensiven Auftakt sorgte dann die Heimmannschaft. Allerdings antwortete der TSV abgeklärt und übernahm in den ersten Minuten umgehend das Kommando auf dem Feld. Atempausen gönnten sich die Teams kaum und so stand es nach knapp zehn gespielten Minuten schon 5:7 für den TSV. Doch in der Folge leistete sich der Buchener TSV einige Aussetzer und die erfahrenen Weinsberger um Bürgel, Sander und Martin drehten den Spieß um. Immer wieder spielten diese die bekannten aber kaum zu verteidigenden „Bogenlampen“ an den Kreis. Diese sorgten dann für Tore oder im Zweifel für einen Strafwurf samt Zeitstrafe. Dies ließ die Hausherren davon ziehen. Bereits zur Halbzeitpause sahen sich die Buchener mit einem 4-Tore Rückstand konfrontiert.

Der Start in den zweiten Durchgang gelang dann ebenfalls nicht nach Maß. Statt den Rückstand sukzessive zu minimieren handelte man sich schnell einige Zweitstrafen ein. So musste man nach bekanntem Muster die ersten Minuten der zweiten Halbzeit fast vollständig in Unterzahl agieren. Daraus resultierte folgerichtig ein noch höherer Rückstand, der nach knapp dreiviertel des Spiels bereits sechs Tore betrug.

Schlussendlich erholte sich der TSV von diesem Rückschlag nicht mehr. Zwar erzielte man weiterhin Tor um Tor, doch auch die Gastgeber ließen in der Offensive nicht nach und so pendelte sich der Rückstand bei fünf Toren ein ohne das der TSV Buchen noch einmal eine echte Chance gehabt hätte näher heran zu kommen. Zwar kämpfte man bis in die Schlussminuten hinein um jeden Zentimeter und Buchens Lukas Große erzielte zum Ende hin das 32. Tor für seine Farben. Aber auch die Weinsberger fanden erneut einen Weg fanden den Ball im Tor unterzubringen. Somit war der 37:32-Endstand hergestellt und für den TSV Buchen steht endgültig fest, dass man sich im Abstiegskampf befindet. Die Handballer-Weisheit, „wer Auswärts 30 Tore macht muss gewinnen“, führte der TSV Buchen dieses Jahr nun schon zum wiederholten Mal ad absurdum und steht nach 60 Minuten in fremder Halle erneut mit leeren Händen da.

Was beim TSV Buchen von diesem Spiel bleibt ist die Erkenntnis, dass man mal wieder zu viele „unforced-Errors“ hatte. In beinahe jeder Situation in der man den Gegner bezwungen hatte, ließ man die Chance ungenutzt sich wieder zurück ins Spiel zu bringen.

Nun gilt es das kommende Heimspiel gegen den HC Bad Wimpfen erfolgreich zu gestalten und bei der „Huddelbätz-Party“ die Punkte in der eigenen Halle zu sichern.

 

Es spielten: Nirmaier (Tor), Theobald (Tor), Kraft (9), Gremminger, Große (6), Dosch, Beck (5), Weiß (2), Schmitt (1), Röckel (7/5), Weimer (2)

Ein Abziehbild des Jahres

Abschließende Niederlage gegen Hardheim II – Am 7. Januar großes Pokalfinal-Wochenende in Buchen

Für die Handball Männermannschaft des TSV Buchen geht nach den vielen positiven Erlebnissen im Jahr 2016 ein mehr als durchwachsenes Jahr 2017 zu Ende. Der direkte Wiederabstieg aus der badischen Landesliga zurück in die bekannten Gefilde der Bezirksliga Heilbronn-Franken sorgte für eine Zäsur.

Anstatt eine „Jetzt erst Recht Mentalität“ heraufzubeschwören, sorgte die neue Situation wohl eher für einen „Abstiegs-Blues“. Dass dieses Phänomen scheinbar tatsächlich existiert, zeigen viele Beispiele aus dem Profisport. Hier seien Mannschaften wie der Karlsruher Sportclub genannt, die nach einem um Haaresbreite verpassten Bundesligaaufstieg innerhalb von zwei Jahren den Gang in die Drittklassigkeit antreten mussten.

Zur Wahrheit gehört auch, dass sich viele Kontrahenten in der Bezirksliga nach Erfolgen sehnen und deshalb zum Teil dafür sorgen, dass der Amateursport zur Teilzeitprofession wird. Eine Praxis die im niedrigklassigen Fußball oder auch bei Amateurkünstlern schon lange Usus ist, hält somit zunehmend auch in den Handballhallen Einzug. Grundsätzlich ist dies vielleicht eine Entwicklung, die in Zukunft verstärkt das Bild der Mannschaften auch im Amateursport bestimmen wird. Ob diese Themen ausschlaggebend für die aktuelle Ergebnismisere des TSV Buchen sind, lässt sich abschließend wohl nicht eindeutig beantworten gehört aber mit zum Bild des Jahres 2017.

Fest steht, dass der TSV Buchen in der Bezirksligasaison 17/18 eine regelrechte Wundertüte ist. Nach dem überzeugenden Heimsiegen, unter anderem gegen die TSB Horkheim II, folgten Anfang Dezember zwei spielfreie Wochenenden und am vergangenen Spieltag das kleine Derby gegen den TV Hardheim II.

Diese Partie sollte ein Abziehbild der bisherigen Saison werden. Gegen stark aufspielende und bis in die Haarspitzen motivierte Gastgeber lief zu Beginn nicht viel zusammen. Schon nach einer guten Viertelstunde lag man mit 10:4 im Hintertreffen. Erst im Laufe des Spiels berappelte sich das Team wieder, um dann in den Entscheidenden Situationen vor dem Tor die Nerven zu verlieren. In beinahe jeder Situation in der es möglich gewesen wäre den sprichwörtlichen Bock umzustoßen versagten den Männern in Grün die Nerven. Bis zum Halbzeitpfiff durch das über jeden Zweifel erhabene Gespann Kraft/Winter rettete sich der TSV mit einem 5-Tor Rückstand. Es blieb also noch eine leise Hoffnung die Partie noch zu drehen.

Allzu viel änderte sich jedoch nicht zu Beginn des zweiten Durchgangs. Der TV Hardheim stellte zuerst einmal den alten 6-Tore Rückstand wieder her, bevor die Buchener langsam aber sicher aufwachten. Zug um Zug rückte der TSV den Gastgebern auf die Pelle und langsam schien sich der TSV seine Moral wieder zu entdecken, doch am Ende ging es sich nicht mehr aus. Das 28:26 sollte den Schlusspunkt der Buchener Bemühungen darstellen, bevor dem TV Hardheim der nicht mehr ins Gewicht fallende letzte Treffer der Partie gelang. Somit war auch der 29:26-Endstand hergestellt und die sechste Saisonniederlage des TSV Buchen besiegelt. Für beide Vereine geht es nun in die wohlverdiente Winterpause bevor man am ersten Januar Wochenende bereits wieder aufeinander trifft.

Dann findet die Partie in der Sport- und Spielhalle in Buchen statt und hat allerdings keine Auswirkungen auf die Tabelle der Bezirksliga.

Am dann stattfindenden Finalwochenende des Kreispokals treffen die jeweils 1. Mannschaften der HG Königshofen/Sachsenflur, des TV Hardheim, der HSG Dittigheim/TBB und des TSV Buchen aufeinander. Sicherlich wird dieser 7. Januar ein erstes Highlight des Handballjahres und auch Sportjahres 2017. Alle Mannschaften taumeln etwas durch ihre Saison und werden ihre Spiele wohl als willkommenen Auftakt in die Rückrunde wahrnehmen wollen.

Gegen Hardheim spielten:

Theobald (Tor), Nirmaier (Tor), Grollmuss, Kraft (2), Gremminger (2), Große (1), Klajda (5), Beck (2), Weis, Kleinert, Schmitt (2), Röckel (6/1), Weimer (6)

Nackenschlag aber kein Weltuntergang

Buchen verliert in Pfedelbach gegen die HSG Hohenlohe – Nächste Woche Horkheim 2 zu Gast in Buchen 

Nur wenig läuft im Moment zusammen bei der Bezirksligamannschaft des TSV Buchen. Nach dem man zuletzt in eigener Halle das Derby gegen den selbst ernannten großen Meisterschaftsfavoriten TV Mosbach abgeben musste, wurden die Aufgaben am vergangen Wochenende nicht kleiner. Mit der HSG Hohenlohe hatten die Buchener ein weiteres Topteam vor der Brust. Soviel vorweg – Zu einer Sensation hat es bei weitem nicht gereicht. Völlig verdient und ohne echte Chance musste man mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise antreten.

Die erste Halbzeit ließ sich für den TSV noch einigermaßen gut an. Das erste Tor der Begegnung erzielten noch die Buchener. Doch nach dem Ausgleich und einem weiteren Treffer geriet man schnell in Rückstand. Das 6:1 nach gut zehn Minuten veranlasste die Buchener Bank zu einem Team Time-Out. Die Neuorientierung schien Wirkung zu zeigen und beim 7:5 war man wieder einigermaßen im Spiel. In dieser Phase stimmten die Abläufe, man zwang den Gegner auch zu leichten Fehlern und nutzte diese aus. Doch die Gastgeber machten ebenfalls von ihrem Recht zum Time-Out gebrauch und auch hier fruchtete die Ansprache. Bis zur Halbzeit zog die HSG Hohenlohe davon und erzwang so etwas wie eine kleine Vorentscheidung.

Nach dem Pausentee gehörte das erste Tor zwar auch wieder dem TSV, doch führte dies nicht zu einer erneuten Aufholjagd. Stück für Stück enteilten die Hausherren und nach vierzig gespielten Minuten lag der TSV erstmals mit 10 Toren zurück. Die einzig positive Meldung im zweiten Durchgang war da vielleicht, dass auch nach Spielende nur 11 Tore Rückstand auf der Hallenuhr standen. Am Ende war die Kombination aus dünnem Kader, unpräzisen Abschlüssen, „unforced Errors“ und einem starken Gegner zu viel, um etwas Zählbares auf Pfedelbach mitzunehmen.

Für die nächste Woche muss das Ziel sein, endlich den Knoten zum Platzen zu bringen und gegen die TSB Horkheim befreit aufzuspielen. Geschenke sollte man jedoch auch von der 3. Ligavertretung aus Horkheim nicht erwarten. Mit dann hoffentlich wieder vollem Kader und vollen Akkus geht es am nächsten Samstag, nach einem äußerst wechselhaften Handballjahr, zum letzten Heimspiel 2017 im Hexenkessel.

 

Es spielten: Bleifuß (Tor), Nirmaier (Tor), Kraft (6/1), Gremminger, Beck (5), Weis (1), Schmitt (5), Röckel (5), Weimer, Dosch

Wieder keine Punkte in fremder Halle

Knappe Auswärtsniederlage sorgt für Ernüchterung – Nächsten Samstag das Derby zuhause gegen Mosbach

 

Mit einer ordentlichen Portion Motivation ging es am vergangenen Sonntag in Richtung Eppingen um beim dort spielenden TB Richen endlich die ersten Auswärtspunkte der Saison einzufahren.

Nach langen sechzig Minuten musste man jedoch ohne zählbares die dortige Hardtwaldhalle verlassen und die Heimreise mit einem nun ausgeglichenen Punktekonto antreten.

Die Männer Bezirksligamannschaft sucht aktuell noch nach dem „Flow“ in ihrem Spiel. Dass die Fähigkeiten bei diesem Team vorhanden sind werden wohl nur die wenigsten bezweifeln. Einzig über die gesamte Spielzeit will noch nicht jedes Rädchen ineinander greifen. Auch die Startphase in der Partie gegen den TB Richen geriet abermals etwas holprig. Es dauerte knapp vier Minuten ehe der TSV auch mit einem Treffer am Spiel teilnahm. Allerdings legte das Heimteam ebenfalls keinen Blitzstart hin und somit stand es nach der Ouvertüre nur 2:1 für die Hausherren. In der Folge erwachte das Leben im Buchener Team. Innerhalb der nächsten Minuten drehte der TSV die Partie und lag mit 4:7 in Front. Eine Führung die auch erst einmal Bestand haben sollte. Erst in den letzten Minuten von Durchgang Eins bröckelte der kleine Vorsprung dahin, sodass die Partie beim 14:14 wieder ausgeglichen war. Noch drei Minuten waren da in der ersten Halbzeit zu gehen. Beide Teams belauerten sich nun und niemand wollte mit einem Rückstand in die Kabinen verschwinden. Doch mit dem Schlusspfiff waren es die Buchener die das gute Gefühl mitnehmen durften und zur Halbzeitpause auf 14:15 stellten.

Auch der Schlussabschnitt begann äußerst positiv für den TSV Buchen und das gute Gefühl hielt an. Ein gehaltener 7m-Strafwurf und einige provozierte Ballverluste der Defensive sorgten wieder für ein 3-Tore Polster. Doch abermals dampften die Hausherren diesen Vorsprung ein und konnten zum 22:22 ausgleichen. Wieder stand die Partie auf der Kippe doch die Mannen in Grün blieben ruhig. Mit zwei schnellen Angriffen war das dünne Polster wiederhergestellt. Aber auch dieses sollte noch nicht endgültig ausreichen. Statt die sich bietenden Chancen zu nutzen um den Knopf an die Partie zu machen, vergab man beste Gelegenheiten und handelte sich zu allem Unglück noch eine Zeitstrafe ein. Diese Vorlage ließen sich die Gastgeber dann nicht entgehen und nutzten unter anderem zwei Strafwürfe um auf 30:26 davonzuziehen.

Was in dieser Partie tatsächlich möglich gewesen wäre zeigten die Buchener in den letzten Minuten, leider viel zu spät. Unbeeindruckt stemmte man sich mit offenem Visier der drohenden Niederlage entgegen, während die Spieler des gastgebenden Turnerbundes meist nur noch von hinten zupacken konnten. Die folgerichtige doppelte Überzahl ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen. Es sollte jedoch nicht mehr sein.

Mit der Gewissheit, dass die Niederlage eigentlich nur der eigenen mangelnden Chancenverwertung zuzuschreiben war, musste man mit einem 31:30 im Gepäck die Heimreise antreten.

Zeit zum Wunden lecken bleibt jedoch kaum. Schon am kommenden Samstag darf man die Nachbarn aus der Kreisstadt begrüßen. Das Derby der beiden Landesligaabsteiger wird sicherlich wieder jede Menge Zuschauer anziehen und von den Teams einiges abverlangen.

Es spielten: Theobald, Nirmaier (beide Tor), Grollmuss, Kraft (4), Gremminger (1), Große (3), Beck (2), Weiß (1), Kleinert, Schmitt (12/6), Weimer (6), Dosch (1)

 

Zuhause souverän

Vor der kleinen Pause ein dominanter Heimsieg – Nächste Partie, das Derby am 21. Oktober in Neckarelz

In der vergangenen Woche musste man sich im ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison in Bad Wimpfen geschlagen geben. Nach einer starken ersten Halbzeit schaffte man es dort im zweiten Durchgang nicht dran zu bleiben und kassierte eine verdiente Pleite. Dies sollte sich in eigenen Halle gegen den Absteiger aus der Landesliga Württemberg ändern. Zu Gast war der SV Heilbronn am Leinbach, ehemals Frankenbach/Neckargartach. Diese Mannschaft hatte vor Rundenbeginn einen deutlichen Aderlass zu verzeichnen. Nur wenige Leistungsträger blieben erhalten und somit musste der Kontrahent für den TSV Buchen als Wundertüte gelten.

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Auswärts der gleich ein erster Dämpfer

Buchen kassiert in Bad Wimpfen eine deutliche Schlappe – Nach gutem Beginn 32:26

 

Nicht wenige der Konkurrenten hatten die 1. Mannschaft des TSV ganz oben auf der Rechnung wenn es um den Titel in der Bezirksliga Heilbronn-Franken ging. Vor allem die Teams aus dem Unterland konnten die Buchener nicht schnell genug zum Favoriten erklären – so auch in Bad Wimpfen. Vielleicht war es der Versuch von den eigenen Ambitionen abzulenken, vielleicht schätzt man aber auch die Badener so stark ein. Die Wahrheit liegt jedoch seit jeher auf dem Platz und auf eben jenen begab sich der TSV am äußerst späten Sonntagnachmittag bei den Staufer-Bären. Diese hatten über den Sommer und auch schon in der vergangenen Saison einen kompletten Neustart gewagt und sich personell immens verstärkt. Von der Torhüterposition bis zu den Außenbahnen, nur neue Gesichter im Trikot des Handballclubs.

Die Partie begann recht ausgeglichen und die Trainer beider Mannschaften haderten schon in den ersten Minuten mit ihren Defensivreihen. Beide Teams kamen immer wieder zu relativ einfachen Toren durch ihre Rückraumakteure. Es brauchte eine ganze Weile, bis sich auch die Abwehrverbünde auszeichnen durften. Auf Buchener Seite bedurfte es eines parierten Siebenmeter-Strafwurfs um die Abwehr zu wecken. Ab dann jedoch taten sich die Hausherren immer schwerer zu geeigneten Einschussmöglichkeiten gegen die Buchener Defensive zu kommen. So gelang es dem TSV Buchen beim 13:13 den Ausgleich herzustellen und beim 14:15 sogar in Führung zu gehen. Innerhalb der letzten Spielminute vor dem Pausenpfiff waren es dann aber zwei „unforced Errors“ im Offensivspiel, die den Halbzeitstand von 15:16 zugunsten der Gastgeber begünstigten.

Zur zweiten Halbzeit wollte man weiterhin aus einer ordentlichen Abwehrreihe nach vorne Spielen und die recht frisch zusammengewürfelte Mannschaft aus Bad Wimpfen unter Druck setzen. Allerdings geriet man trotz Überzahl und anfänglichem Ausgleich zum 17:17 unnötig in Rückstand. Ohne besonderen Grund verzettelte man sich in der Folge im Angriffsspiel und verlor etwas die Linie. So verschaffte man den Hausherren die Chance sich langsam aber sicher abzusetzen. Zehn Minuten vor Spielende waren diese schon auf 29:24 enteilt und auch ein letztes Aufbäumen blieb ohne Ertrag. Immer wieder rannte man begleitet von erstaunlichem Wurfpech an. Bezeichnend in dieser Phase, ein Wurf übers ganze Feld, der bei leerem Tor am Innenpfosten abprallte und direkt in den Händen Bad Wimpfens landete.

Am Ende setzte es eine Niederlage gegen abgezockte Bad Wimpfener, die in dieser personellen Konstellation, sicher um die Topplätze mitspielen werden. In der Höhe sicherlich zu deutlich, in der Sache aber eine unstrittige Niederlage gegen eines dieser vielen Topteams, die sich diese Saison in der Bezirksliga tummeln. Es verspricht also eine spannende Saison zu werden, die ihre Fortsetzung schon nächste Woche in Buchen findet. Dann gastiert mit dem SV Heilbronn ein Absteiger aus der Landesliga Württemberg in Buchen.

 

 

Für den TSV spielten: Nirmaier (Tor), Theobald, (Tor), Weber (1), Kraft (6), Grollmuss (1), Beck (4), Zuzarovski (1), Weis (1), Röckel (5/3), Schmitt (5/1), Weimer (1/1)

Erfolgreiches Stückwerk zum Auftakt

Handball-Bezirksliga: Der TSV Buchen gewinnt sein Auftaktspiel gegen den TSV Weinsberg 2 mit 27:21

Etwas mehr als vier Monate waren seit dem letzten Punktspiel des TSV Buchen vergangen. Der Sieg gegen den TV Schriesheim Ende April reichte nicht, um den Abstieg aus der Landesliga Baden Nord zu verhindern und so müssen sich die Buchener 2017/18 wieder in der stark besetzten Bezirksliga Heilbronn-Franken behaupten. Ganz gleich wie viel Energie und Aufwand in eine Saisonvorbereitung gesteckt werden – ein Rest an Ungewissheit bleibt immer bestehen bis die ersten Saisonspiele verstrichen sind. So war das Heimspiel gegen den TSV Weinsberg 2 am vergangenen Samstag so etwas wie eine erste Standortbestimmung in der neuen alten Liga. Obwohl speziell im Angriff noch einiges an Sand im Getriebe zu stecken schien, konnten die Odenwälder ihr Auftaktspiel letztlich souverän mit 27:21 für sich entscheiden.

Die Oberligareserve des TSV Weinsberg, die die vergangene Spielzeit in der Bezirksliga als guter Sechstplatzierter beendete, setzte wieder auf die bewährte Mischung aus arrivierten Routiniers und ambitionierten Perspektivspielern. Dass die Buchener unter heimischem Dach aber nur äußerst ungern Punkte abgeben, stellten sie gleich zu Beginn der Partie klar. Von der ersten Minute an stand die Buchener Abwehrreihe äußerst stabil. Buchens Schlussmann tat ein Übriges und so hatten es die Gäste in der Anfangsphase schwer, zu Torerfolgen zu kommen. Die Hausherren hingegen hatten anfangs wenig Mühe, über 1-gegen-1-Aktionen einzunetzen. Nach zehn Spielminuten hatte sich der Buchener TSV bereits mit 7:2 vom TSV aus Weinsberg abgesetzt. In der Folge paarte sich auf Seiten der Buchener jedoch mangelnde Angriffsstruktur mit Wurfpech und so hatte man es sich selbst zuzuschreiben dass die Gäste wieder zurück in die Partie fanden. Trotz zeitweisen Überzahlspiels musste Buchen einen 0:5-Negativlauf hinnehmen und so war Buchens Vorteil beim 9:10 wieder dahin. Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte fand man wieder zu sich und konnte das Ergebnis bis zum Pausentee auf 13:11 korrigieren.

Sehr gute Abwehrarbeit, jedoch zu viele unvorbereitete Einzelaktionen in der Offensive – so die Analyse von Coach Sebastian Wiener in Kurzform. Für den zweiten Spielabschnitt forderte er vor allen Dingen mehr Zusammenspiel im Positionsangriff um den Vorsprung wieder zu vergrößern. Tatsächlich gelang dies nach dem Seitenwechsel etwas besser. Bis zum 16:15 hielt Weinsberg noch dagegen, dann aber begann Buchen, seine Führung kontinuierlich auszubauen. So lautete der Spielstand wenige Minuten später bereits 21:15, was einer Vorentscheidung gleichkam. Spielfluss kam in der Schlussphase kaum mehr zustande, woran auch das Schiedsrichtergespann seinen Anteil hatte, welches sich mit teils sehr kreativer Regelauslegung in beide Richtungen unfreiwillig in den Mittelpunkt rückte. So bot die Partie nur noch wenig ansprechenden Handball und plätscherte dem Ende entgegen. Simon Röckel, mit 8 Toren Buchens erfolgreichster Torschütze, setzte dem Spiel mit dem Treffer zum 27:21 letztlich den Schlusspunkt.

Wenngleich der Landesliga-Absteiger aus Buchen in seinem Auftaktspiel weit unter seinen Möglichkeiten blieb, stehen am Ende zwei verdiente Punkte zu Buche. Will man aber auch gegen die absoluten Topteams der Liga bestehen, so muss man sich wesentlich steigern. Gelegenheit dazu besteht bereits am nächsten Sonntag, wenn Buchen in Bad Wimpfen gefordert ist.

Es spielten und trafen: Nirmaier, Theobald (beide Tor), Kraus, Kraft (1) Gremminger (1), Grollmuss (2), Große (2), Beck (3), Zuzarovski, Weis (2), Schmitt (7), Röckel (8 Tore/davon 4 Siebenmeter), Weimer (1), Dosch.